Bayerischer Innenminister über Flüchtlinge Herrmann: "Es kommen nicht nur Friedensengel in unser Land"

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat am Mittwoch die aktuelle Kriminalitätsstatistik des Freistaats präsentiert. Foto: dpa

Bei der Vorstellung der aktuellen Kriminialstatistik am Mittwoch bezieht Bayerns Innenminister Joachim Herrmann klar Stellung zur Flüchtlingskrise.

 

München - Eine zunehmende Zahl von Straftaten in Bayern wird laut Joachim Herrmann (CSU) von Nichtdeutschen begangen. Ihr Anteil an den Tatverdächtigen sei auf 31,5 Prozent gestiegen, teilte der bayerische Innenminister bei der Vorstellung der Kriminalstatistik mit. Insbesondere nehme dabei der Anteil tatverdächtiger Zuwanderer zu: Er stieg von 2011 bis 2015 von 1,7 auf 6,4 Prozent.

Forderung nach klarer Flüchtlingsbegrenzung

"Es kommen da nicht nur Friedensengel in unser Land", sagte Herrmann. "Wir brauchen eine klare Begrenzung der Flüchtlinge, weil uns das sonst auch in krimineller Hinsicht über den Kopf wächst." Deshalb sei es wichtig, dass der unkontrollierte Zugang an den Grenzen eingedämmt sei. Herrmann verlangte, ein Ein- und Ausreiseregister für die EU zu schaffen, wie es in den USA vorhanden sei.

Dass die Zahl der Zahl der Straftaten in Bayern 2015 dennoch weiter sank, erkläre sich durch die abnehmende Zahl deutscher mutmaßlicher Straftäter, sagte Herrmann. Die Behörden registrierten im vergangenen Jahr insgesamt knapp 595 000 Delikte, das waren 2,8 Prozent weniger als im Vorjahr

Zur Gefährdung durch den islamistischen Terrorismus sagte Herrmann: "Es gibt momentan keinen konkreten Anschlagshinweis auf einen Ort in Deutschland oder gar in Bayern." Dennoch müsse auch hierzulande damit gerechnet werden.

 

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