Baureferat nimmt Stellung So teuer war die Mauer in Neuperlach

Vier Meter hoch, 100 Meter lang: Die Größe der Mauer wird erst aus der Luft wirklich sichtbar. Foto: AZ-Screenshot

Der Mauerbau in Neuperlach beherrscht seit rund einer Woche die Schlagzeilen. Doch was hat die vier Meter hohe Wand, die nach Angaben der Stadt aus Gründen des Lärmschutzes erbaut wurde, eigentlich gekostet? Die AZ hat beim Baureferat nachgefragt.

 

Neuperlach - Seit rund einer Woche erhitzt der Mauerbau um eine Flüchtlingsunterkunft in Neuperlach die Gemüter in München - sogar die internationale Presse hat über die vier Meter hohe Wand berichtet. Doch damit nicht genug: Inzwischen wurde auch eine Online-Petition für den Abriss der Mauer gestartet. 5000 Stimmen wurden bereits gesammelt und täglich werden es mehr.

Doch was hat die Mauer, die nach Angaben der Stadt ausdrücklich als Schallschutz und nicht als Barriere vor dem neuerbauten Flüchtlingsheim (Fertigstellung 2017 für 160 Flüchtlinge) diene, eigentlich gekostet? Die AZ hat am Freitagvormittag beim Baureferat nachgefragt.

Dort heißt es, dass sich die Gesamtkosten der Lärmschutzwand wohl auf rund 200.000 Euro belaufen werden. Noch ist die Mauer allerdings nicht fertiggestellt, deshalb ist diese sechsstellige Summe erstmal nur eine Schätzung. Laut Baureferat fehlen auf beiden Seiten der Mauer noch die durchgängigen Böschungen sowie die Begrünung mit Rankgewächsen. Denn die Lärmschutzwand soll eine möglichst naturnahe Gestaltung erhalten.

Ob das Monstrum, wie es der Perlacher-BA-Vize kürzlich nannte, dadurch wirklich ansehnlicher wird, bleibt zu bezweifeln.

 

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