Baum-Massaker in Baldham Vaterstetten: Mann rodet illegal mehrere Dutzend Bäume

Vor wenigen Tagen noch bewaldet: ein Grundstück wurde wohl illegal gerodet. Foto: Claus Ortner

Ein Eigentümer rodet illegal Bäume auf seinem Grundstück – die Gemeinde verspricht, nun hart durchzugreifen.

 

Auf einem Grundstück in Vaterstetten (Landkreis Ebersberg) hat der Eigentümer mutmaßlich mehrere Dutzend Bäume illegal roden lassen. Ihn erwarte ein hohes Bußgeld. "Der wird richtig bluten müssen", sagte Georg Kast aus dem Vaterstetter Rathaus gestern der AZ.

Wie Anwohner berichten, wurde am Freitag mit den Fällarbeiten in der Erika-Köth-Straße 3 im Ortsteil Baldham begonnen. Am Samstagmorgen sei ein Vollernter im Einsatz gewesen, sagte Claus Ortner vom Wasserverband Baldham der AZ.

Mehr als 70 gefällte Bäume

Der Zweite Bürgermeister Martin Wagner (CSU) habe die Baustelle dann "sofort eingestellt", so Kast. Vier Bäume seien zwar zur Abholzung genehmigt gewesen, fünf weitere sturmgeschädigt. Man gehe aber von "mehr als 70" gefällten Bäumen aus, mutmaßlich viele davon durch die Baumschutzverordnung geschützt.

Derzufolge dürften Bäume, die in einem Meter Höhe einen Mindestumfang von 80 Zentimetern haben, nicht gefällt werden. Wie viele der Bäume darunter fallen, müsse ein Sachverständiger noch klären, so Kast.

Strafe üblicherweise im fünfstelligen Bereich

Den Eigentümer könnte die Aktion teuer zu stehen kommen. Laut Kast werden in dieser Größenordnung "üblicherweise fünfstellige Beträge" fällig. Das genaue Strafmaß könne jede Kommune selbst festlegen. Kast: "Wir sind da sehr streng."

Er zieht einen Vergleich: Bei einer illegalen Rodung in Tegernsee vor zwei Monaten in ähnlicher Größenordnung seien 3.000 Euro Strafe fällig gewesen. "Das gibt’s bei uns schon für einen Baum." Dass der Eigentümer das Grundstück bebauen will, wie Anwohner mutmaßen, dem widerspricht Kast: Es gebe "kein Baurecht dort".

 

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