Basketball-Playoffs Gavel, Barthel, Lucic, Cunningham: Bayerns Vorarbeiter

Überzeugen mit ihren kämpferischen Fähigkeiten: Danilo Barthel, Vladimir Lucic, Jared Cunningham und Anton Gavel (v.l.). Foto: Rauchensteiner/Augenklick/AZ

"Wenn du Meister werden willst, geht das nicht mit Alley-oop hier und Schönspielerei dort", sagt Marko Pesic. Beim FC Bayern wird jetzt Basketball gearbeitet. Die AZ erklärt, wer das kann.

München - Was die Basketballer des FC Bayern nach dem Auftaktsieg gegen die Frankfurt Skyliners (85:72) in München nun beim zweiten Duell der Playoff-Viertelfinalserie am Mittwoch (18.15 Uhr) in Frankfurt erwartet, wissen sie nur zu gut. Dort waren sie schließlich erst kürzlich in der Liga zu Gast. "Das Spiel hätten wir eigentlich gar nicht mehr gewinnen dürfen", erinnerte sich Danilo Barthel an das 87:83, bei dem der FCBB noch im Schlussviertel mit 18 Punkten zurücklag. Beim Playoff-Auftakt lief Bayern erneut früh einem Rückstand (5:18) hinterher. "Hoffentlich passiert das nicht ein drittes Mal", sagte Barthel, der erneut eine intensive Partie erwartet, "in der es körperlich zur Sache gehen wird".

Ganz nach dem Geschmack von Geschäftsführer Marko Pesic, dem zuletzt vor allem die aggressive Verteidigung seiner Mannschaft nach dem verpatzten ersten Viertel gefallen hatte: "Wenn du Meister werden willst, geht es nur so. Und nicht mit Alley-oop hier und Schönspielerei dort." Trainer Dejan Radonjic sagte: "Wir müssen diesmal von der ersten Minute anders auftreten als beim letzten Spiel in Frankfurt und anders auch als in Spiel eins."

FC Bayern: Auf diese Spieler kommt es im Playoff an

Ab jetzt wird bei den Bayern also Basketball gearbeitet. Die AZ erklärt, auf welche Vorarbeiter es da besonders ankommt:

Vladimir Lucic: Schon Ex-Coach Sasa Djordjevic nannte Lucic seinen "Mentalitätsspieler, der mit seinem Charakter vorangeht und die Mannschaft mitreißt". Das hat sich auch unter Nachfolger Radonjic nicht geändert. In Spiel eins trieb er seine Teamkollegen an und war mit 21 Punkten am Ende Topscorer. Wenn es eng wird und darauf ankommt, können sich die Bayern auf Lucic verlassen. Es war sicher auch kein Zufall, dass Bayern-Präsident Uli Hoeneß seine kleine Ansprache kürzlich auf dem Spielfeld ausgerechnet an ihn richtete.

Danilo Barthel: Auch der Nationalspieler ist jemand, der die Mitspieler mit seinem sehr physischen Spiel anstecken kann. Genau das tat er auch gegen Ex-Klub Frankfurt. Dass er sich auf dem Parkett von nichts einschüchtern lässt, bewies er in den vergangenen Wochen, als er trotz Nasenbeinbruchs mit Gesichtsmaske auflief. "Ich bin ein Spieler, der trotzdem immer dahin geht, wo es wehtut", sagte er.

Anton Gavel: "Ein Vorbild in Sachen Kampfgeist"

Anton Gavel: Der Kapitän der Bayern gilt als trainings- und basketballbesessen. "Das würde ich nicht sagen. Obwohl, vielleicht bin ich doch ein bisschen besessen", sagte er der AZ mit einem Augenzwinkern. Djordjevic lobte den Deutsch-Slowaken häufig als Vorbild in Sachen Kampfgeist sowie Einsatz. "So war ich immer und werde auch weiter so sein", sagt Gavel.

Jared Cunningham: Eigentlich ist der US-Amerikaner fürs Punkten zuständig. Und ja, auch ein wenig für die Schönspielerei! Zu seinen Spezialitäten gehören die von Pesic angesprochenen Alley-oop-Dunks. Was er trotzdem in dieser Kategorie zu suchen hat? Das zeigte er in Spiel eins, obwohl er dabei nur einen einzigen Punkt erzielte. "Er hat seinen Rhythmus in der Offensive nicht gefunden. Aber irgendetwas musst du eben opfern", stellte Pesic fest. Der Auftritt des Guards hatte ihm trotzdem besonders imponiert. Cunningham, der im Schlussviertel nach seinem fünften Foul vom Feld musste, nahm mit seiner aggressiven Verteidigung Ligatopscorer Philip Scrubb (neun Punkte) nach dem ersten Viertel nahezu komplett aus dem Spiel.

 

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