Basketball-Ikone tot Kobe Bryant und Tochter (13) bei Helikopterabsturz gestorben

Kobe Bryant im Trikot der Los Angeles Lakers Foto: imago images / ZUMA Press

Die Sportwelt steht unter Schock: Die Basketball-Legende Kobe Bryant, langjähriger NBA-Superstar, ist am Sonntagabend bei einem Helikopter-Absturz in Kalifornien ums Leben gekommen. Auch seine 13-jährige Tochter war an Bord und hat den Crash nicht überlebt.

 

Los Angeles - Der völlig überraschende Unfalltod von Basketball-Legende Kobe Bryant ist in der Sportwelt und weit darüber hinaus mit ungläubigem Entsetzen aufgenommen worden. Der ehemalige Superstar der Los Angeles Lakers kam am Sonntag bei einem Hubschrauberabsturz in Kalifornien ums Leben - zusammen mit seiner 13 Jahre alten Tochter Gianna und sieben weiteren Helikopter-Insassen.

Der Bürgermeister von Los Angeles, Eric Garcetti, bestätigte am Sonntagmittag (Ortszeit) das Helikopter-Unglück und sprach Bryants Familie im Namen der gesamten Stadt sein Beileid aus. "Kobe wird für immer im Herzen von Los Angeles weiterleben, und man wird sich durch alle Zeiten an ihn erinnern als einen unserer größten Helden."

Kobe Bryant: Die Sportwelt unter Schock

2016 hatte Bryant seine aktive Karriere nach 20 Jahren bei den Los Angeles Lakers und insgesamt fünf NBA-Titeln beendet. Mit 33.643 Punkten ist er viertbester Werfer der nordamerikanischen Profiliga, der 18-malige Allstar wurde 2008 als wertvollster Spieler der Liga ausgezeichnet. Dazu gewann Bryant 2008 und 2012 Olympiagold mit dem US-Team.

Sofort kam es in der NBA zu einer riesigen Welle der Anteilnahme. "Verdammt. RIP Mamba. Wir dürfen niemals vergessen, wie wertvoll das Leben ist. Genauso wie diejenigen, die einem wertvoll sind. Lasst sie niemals vergessen, wie sehr ihr sie liebt", schrieb Mark Cuban, Besitzer Dallas Mavericks bei Twitter. Der fünfmalige NBA-Champion Dennis Rodman war "am Boden zerstört von der Nachricht, dass mein Freund Kobe Bryant gestorben ist".

Bei den Lakers wurde die "Black Mamba", wie Bryant ehrfürchtig genannt wurde, zum absoluten Superstar im US-Sport. "Schon als Kind war ich ein Hardcore-Fan der Lakers. Dass ich dieses Trikot so lange tragen durfte - besser hätte man ein Drehbuch meiner Karriere nicht schreiben können", sagte er nach seinem insgesamt 1556. und letzten Spiel - mit standesgemäßem Abgang. Mit überragenden 60 Punkten hatte er am 13. April 2016 beim 101:96 seiner Los Angeles Lakers gegen die Utah Jazz seine Abschiedsgala zur One-Man-Show gemacht.

Kobe Bryant machte sich bei den Lakers unsterblich

Im Dezember 2017 wurde seine Trikots folgerichtig mit den Nummern 8 und der 24 unter das Hallendach des Staples Center gezogen - als Anerkennung für seine Leistungen für die Lakers werden die Nummern seither nicht mehr vergeben. Erst am Sonntag hatte Superstar LeBron James Bryant in der Rangliste der erfolgreichsten Werfer mit nun 33.655 Zählern überholt.

Auch nach seiner sportlichen Karriere blieb Bryant erfolgreich. 2018 gewann er den Oscar in der Kategorie "Bester Animationskurzfilm" für sein Werk "Dear Basketball", in dem Bryant seine Liebe zu seinem Sport zum Ausdruck brachte.

Dirk Nowitzki adelt Kobe Bryant

Deutschlands Superstar Dirk Nowitzki hatte seinen langjährigen Weggefährten und Rivalen schon bei dessen Abschied vom Parkett gewürdigt. "Talent. Leidenschaft. Hingabe. Killerinstinkt. Er hatte alles", adelte der Würzburger Bryant voller Anerkennung.

"Ich bin ein großer Fan. Du hast der NBA und dem ganzen Sport geholfen", sagte NBA-Legende Michael Jordan. Shaquille O'Neal, der an Bryants Seite drei Meistertitel gewonnen hatte, hieß seinen langjährigen Kumpel "willkommen im neuen Leben". Bryant sollte es nicht lange genießen können.

 

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