BA fordert Trinkbrunnen fürs Viertel!

Wenn der Josephsplatz einmal fertig ist, wird er zum Anziehunghspunkt im Viertel, glaubt der BA. Deshalb soll auch hier ein Trinkbrunnen her. Foto: Daniel von Loeper

In München fließt in vielen Brunnen Trinkwasser, aber nur wenige können auch als Wasserspender benutzt werden. In der Maxvorstadt gibt es gar keinen.  

 

Maxvorstadt - Es plätschert im Fischbrunnen, am Viktualienmarkt und am Rotkreuzplatz, genauso am Wiener Platz oder am Sendlinger-Tor-Platz: 125 der 187 städtischen Brunnen in München werden mit Trinkwasser betrieben. In der Maxvorstadt dagegen gibt es keinen einzigen Trinkbrunnen.

Der Bezirksausschuss fordert deshalb, die Stadt solle einen oder mehrere Trinkbrunnen im Viertel aufstellen, etwa am neu zu gestaltenden Josephsplatz oder auf dem Gelände der Pinakotheken.

Das Areal rund um die Museen werde jeden Tag von vielen Bürgern und Touristen aufgesucht, die sich gerne auf den Grünflächen aufhalten,meint der BA. Auch der Josephsplatz dürfte sich, wenn er fertig ist, zu einem Anziehungspunkt entwickeln. Über eine kostenlose Erfrischung mit dem bekanntermaßen exzellenten Münchner Trinkwasser dürften sich die Flanierer und Sonnenbadenden freuen.

Bei seiner Forderung stützt sich der BA auch auf eine Petition des Bundestages vom September 2013, in der die Kommunen dazu angeregt worden seien, flächendeckend Trinkwasserbrunnen aufzustellen.  

Doch das Baureferat winkt ab. Die Entnahme an Trinkwasserbrunnen sei zwar prinzipiell möglich, heisst es in der Antwort auf den Antrag, könne jedoch nicht empfohlen werden.

Der Grund: Eine Verschmutzung der Armaturen können nicht ausgeschlossen werden, eine kontinuierliche Reinhaltung des Wasseraustritts sei nicht zu gewährleisten. Fazit: "Im Freien befindliche Brunnenanlagen können den heutigen Hygieneanforderungen an eine offizielle Trinkwasserentnahmestelle nicht genügen."

Auch die Entwicklung entsprechender Technik für neue Trinkbrunnen könne nicht in Aussicht gestellt werden, heißt es weiter. "Das Baureferat bzw. die Stadtwerke können die Errichtung von Trinkbrunnen bzw. Wasserspendern auf öffentlichen Grün- oder Verkehrsflächen leider nicht realisieren."

Der BA hat in seiner Sitzung vom Mittwoch beschlossen, sich mit dieser Antwort nicht zufrieden zu geben und verweist etwa auf die Stadt Augsburg, die zwischenzeitlich über 20 Trinkbrunnen aufgestellt und damit auf den Wunsch der Bevölkerung reagiert hat. "Weil die normalen Zier- oder Schmuckbrunnen nicht als Trinkbrunnen wahrgenommen werden, hat sie Trinkbrunnen im Stadtgebiet aufgestellt und sie auch als solche gekennzeichnet", argumentiert der BA.

In München dagegen würden die allermeisten Brunnen, die mit Trinkwasser betrieben werden, nicht als Trinkbrunnen wahrgenommen, weil sie nicht "trockenen Fußes erreicht werden".

Eine Liste der Münchner Trinkwasser-Brunnen gibt es hier.

 

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