AZ unterwegs Junggesellenabschiede: Auf Abschiedstour durch die City

LADIES NIGHT IM DIRNDL - BRAUT:Chrissi (25)AUS: MünchenMOTTO: Die Begleiterinnen tragen Dirndl, Chrissi zudem Schleier und eine Schärpe mit dem Spruch „Ladies Night“.MÜNCHEN, WEIL: „Mir san ja von do.“AUFGABEN: Chrissi muss ganz traditionell Schnäpse aus ihrem Bauchladen verkaufen. Danach soll sie auf dem Marienplatz Schuhe putzen, einen Walzer mit einem Unbekannten tanzen und eine Gruppe Männer davon überzeugen, für sie „Ti amo“ zu singen.WEITERES PROGRAMM:Das Sausalitos im Tal. „Wir hauen dort das Geld auf den Kopf. Dann schauen wir, ob wir noch stehen können!“ Foto: Daniel von Loeper

Junggesellenabschiede gehören im Sommer zum Stadtbild wie Standl und Straßenmusiker: Die AZ hat sechs von ihnen mal begleitet

 

München Der Junggesellenabschied war schon mal stilvoller. Früher, in England, kamen vor der Hochzeit die Männer beider Familien zusammen. In feinster Abendgarderobe prüften sie, ob der Verlobte die ehelichen Pflichten kannte. Die Väter hielten Reden. Ein Herrenabend im gepflegten Stil.

Im Lauf der Zeit hat sich der „JGA“ etwas verändert: Junge Männer taumeln grölend in Tiger-, Frauen-, Penis- oder Krankenschwesterkostümen durch die Fußgängerzone, verkaufen Schnaps und Bier, trinken das Meiste davon selbst und bitten Frauen – na ja – recht nachdrücklich um Slips und Handynummern.

Freilich: Auch diese Art der „Stag Night“ stammt ursprünglich aus England, und sie setzt sich seit Jahren immer mehr auch in Bayern durch. Gerade im Sommer, wenn die meisten Paare heiraten und die Sonne scheint, entführen die Freunde Bräutigam oder Braut zu einer letzten, wilden Abschiedstour, um sich auf ihre Kosten bestens zu amüsieren.

In München geht das ziemlich gut, wie die sechs Gruppen in der Bildstrecke zeigen.

 

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