AZ-Test des Audi TT Roadster Eine Offenfahrung

Offene Offenbarung: Der aktuelle Audi TT Roadster bietet reichlich Fahrspaß und Frischluft, kombiniert mit sehr guter Verarbeitung und modernstem Infotainment. Foto: Rudolf Huber

AZ-Test: Der Audi TT Roadster macht dank Windschott und Nackenheizung auch bei niedrigen Temperaturen viel Spaß - und liefert eine Menge Spaß am Fahren

 

München - Mütze ab – und dann geht der Spaß los: Wenn im Audi TT Roadster innerhalb von exakt zehn Sekunden per Knopfdruck und bis Tempo 50 km/h das mehrlagige Verdeck in ein Fach über dem Kofferraum abgelegt wurde, bricht die große Freiheit aus. Der nach oben bügelfrei offene Ingolstädter bietet auch an schönen Herbsttagen ein Fahrerlebnis für alles Sinne. Kein ganz billiges zwar – aber das überrascht jetzt wohl niemanden.

Das puristisch und klar gestylte Gefährt geht ums Eck, dass es eine wahre Freude ist. Vor allem in Verbindung mit dem Quattro-Antrieb, bei dem die kurveninneren Räder vom ESC genannten Stabilitätssystem ein wenig angebremst werden, um das Handling der rund 1,4 Tonnen leichte Fuhre noch ein bisschen dynamischer zu machen. Beim AZ-Test des TT Roadster in der 230 PS starken Version 2.0 TFSI mit S tronic genanntem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe (4x4-Antrieb ist hier Serie) erwies sich der offene Oberbayer als sehr gut verarbeitetes, schnelles und sehr ausgewogenes Gefährt.

Wobei es die Ingolstädter geschickt verstanden haben, die Gefahr von perfekter Langeweile zu vermeiden: Wie der 230 PS starke Benziner den TT kurvenreiche Bergstraßen hochkatapultiert, jeden Schaltvorgang mit einem sprotzenden Zwischengasstoß kommentiert, das ist schon ganz großes Gemüts-Kino. Hochwertige Materialien runden das Gesamtpaket TT Roadster ab. Wenn das Dach zurückgeklappt ist, sorgen Sonne, Fahrtwind, Gerüche vom Fahrbahnrand und der uneingeschränkte Blick in den Himmel für den emotionalen Teil der Fortbewegung jenseits von nackten PS-Zahlen oder Beschleunigungswerten. Nur der Vollständigkeit halber: Tempo 100 ist in 5,6 Sekunden erreicht, die Spitze liegt bei 250 km/h, der Normverbrauch bei 6,7 Litern – im flotten AZ Test signalisierte der Bordcomputer Werte um die 8,5 Liter.

Dank zweier angenehmer Zutaten für Weicheier und Warmduscher klappt der offen Genuss auch im Herbst und auch auf der Autobahn bei über 200 Sachen: Das optionale, auf Knopfdruck ausfahrende Windschott und die Kopfraumheizung, die in drei Stufen wählbar ist und wie die Sitzheizung über genial einfach und funktional angebrachte Schalter in der linken und rechten Lüftungsdüse betätigt wird, stellen Wohlfühl-Klima auch bei eher kühlem Wetter her.

Überhaupt ist das neue Bedienkonzept mit dem riesigen Bildschirm vor dem Lenkrad, dem MMI genannten Bediensystem und der Sprachsteuerung wie auch das TT Roadster-Gesamtpaket ebenso beeindruckend wie die Preise. Das 230 PS-Modell mit Automatik startet bei 40 050 Euro, beim etwa mit Matrix-Licht, Leder und sonstigen feinen Dingen ausgestatteten Testwagen kamen letztlich 60 720 Euro zusammen.

 

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