AZ-Kommentar Neues Schwimmbad in München: Höchste Zeit

Der Lokalchef über die Schwimmbad-Debatte. Foto: dpa

AZ-Lokalchef Felix Müller über die Schwimmbad-Debatte in München.

München ist voll. Viel zu voll. So fühlt es sich in den U-Bahnen, auf den Straßen, in Supermärkten, Restaurants und Hausarzt-Wartezimmern oft an. Außer jetzt, im Sommer. Wie herrlich entspannt wird da der Alltag für die Daheimgebliebenen. Wenn sie sich nicht gerade abkühlen wollen. Jeder, der gerne schwimmen geht, weiß: München braucht mehr Bäder. (Lesen Sie auch: Schwimmbäder in München - Hier können Sie sich abkühlen)

Für Kinder, für Senioren, für Menschen, die abends nach der Arbeit ein bisschen Sport machen wollen: Schwimmbäder sind sehr wichtig – gerade in einer engen (und immer noch volleren) Stadt. Dass die Politik trotz des krassen Zuzugs jahrzehntelang kein neues Bad eröffnet (und sogar eins geschlossen) hat, ist leider symptomatisch. Wie sehr München wächst, wie viele Probleme das mit sich bringt, wurde im Rathaus viel zu lange nicht ernst genug genommen.

Dass sich ausgerechnet die SPD, die stets den OB stellte, jetzt mit der Idee eines neuen Schwimmbads schmückt, ist zwar skurril. Ein guter und richtiger Gedanke wird aber nicht dadurch falsch, dass er arg spät kommt. Bald mag es wieder kühler werden. Aber Schwimmbäder kann München immer brauchen – auch im Herbst, wenn sich die Stadt wieder gefüllt hat.

 

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