AZ-Kommentar Nach dem Wahltrend: Ein bisserl Hoffnung für die SPD

Die Strategie der SPD: völlig unaufgeregt auf Verlässlichkeit, Bekanntheit und Beliebtheit von Dieter Reiter setzen. Foto: Daniel von Loeper

Der Lokalchef Felix Müller über die Parteien nach dem Wahltrend.

 

Dieter Reiter betont oft, dass Hunderttausende Menschen seit 2014 neu in die Stadt gezogen sind. Er meint: Menschen, die nicht mal den Beginn seiner Amtszeit in München erlebt haben. Viele dieser Hunderttausende dürften zudem eher mit den Problemen dieser Stadt (Wohnungssuche! Kita-Suche!) konfrontiert sein, als den Eindruck zu haben, hier laufe unter SPD-Herrschaft seit Jahrzehnten alles besser als anderswo.

Nimmt man den desolaten bundes- und bayernweiten SPD-Trend hinzu, muss man wohl tatsächlich sagen, dass die Werte der SPD (immerhin auf Augenhöhe mit Grünen und CSU!) und Reiter (immerhin sehr deutlich die Nummer 1!) schon ein Hoffnungsschimmerchen für die leidgeplagten SPDler sind.

Die Strategie, völlig unaufgeregt auf Verlässlichkeit, Bekanntheit und Beliebtheit des Amtsinhabers zu setzen, könnte den Umständen entsprechend gut aufgehen. Vor den grün-schwarzen Konkurrentinnen hingegen liegt eine Mammutaufgabe. Sie müssen schnell viel bekannter werden, viel mehr zuspitzen – und gerade sehr viele Zugezogene überzeugen, überhaupt zu wählen.

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