AZ-Kommentar Debatte um Straßennamen: Gar nicht egal

Der Lokalchef über die Kritik an Straßen-Umbenennungen. Foto: Petra Schramek

Der Lokalchef über die Kritik an Straßen-Umbenennungen.

 

Es ist sehr leicht – und ein bisserl populistisch – sich gegen die Umbenennung von Straßen zu stellen. Diese komischen Eliten im Rathaus, so sehen das offenbar die Kritiker, haben die keine anderen Probleme, als uns unsere gewohnten Straßennamen zu nehmen? Und Geld rauszuschmeißen für neue Schilder? Dabei macht es sich die CSU zu einfach.

Es ist nicht egal, wen die Stadt ehrt. Nazis etwa gehören einfach nicht auf Straßenschilder im Jahr 2020. Dass eine Historikerkommission in einer Vorauswahl übers Ziel hinausschießt – sei's drum. Der Stadtrat wird sie sich genau anschauen und, natürlich, mit Augenmaß entscheiden.

Markus Söder wird weiter am Franz-Josef-Strauß-Ring residieren. Dass der Strauß-Ring irgendwo auch diskutiert wurde, darf kein Argument sein, die wichtige Debatte um Straßennamen ganz zu beenden.

 

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