AZ-Kommentar Änderung des München-Modells: Zeitgemäß und fair

Dass Grün-Rot die Flächen nun an Genossenschaften vergeben will, ist "zeitgemäß, fair und sozial". Foto: Sven Hoppe/dpa, AZ

Der Lokalchef Felix Müller über das Ende der Wohneigentums-Förderung in München.

 

München - Viele Menschen haben Anlass zu großer Sorge in diesen Zeiten. Jene, die zwar vergleichsweise wenig verdienen, aber sehr gut geerbt haben, gehören nicht dazu. Genau aus dieser Gruppe aber hat die Stadt mit dem "München Modell Eigentum" einzelne Menschen großzügig gefördert. Sie konnten sich zum Beispiel eine größere Wohnung kaufen – im Gegensatz zu jemandem, der gleich viel Kapital zur Verfügung hat, es sich aber selbst erarbeitet hat (und sehr schnell über den Einkommensgrenzen lag).

Ein absurdes System in einer Stadt mit sehr wenig freien Flächen, zunehmenden sozialen Problemen und Preisen, bei denen sich für die große Mehrheit die Frage nach Eigentum eh nie stellt.

Zeitgemäß, fair und sozial ist es also, dass Grün-Rot die Flächen nun an Genossenschaften und Co. vergeben will. Und zum Beispiel auf dem Viehhof-Areal nicht mehr aktiv dafür sorgt, dass es in der Innenstadt (noch) mehr Eigentumswohnungen gibt.

 

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