Ausstellung Oide Wiesn Ein Beduinendorf neben dem Bierzelt

Die Geschichte des Oktoberfests lässt sich auf der Oidn Wiesn im Museumszelt der "Historischen Gesellschaft Bayerischer Schausteller e.V." erleben. Foto: Symbolbild Oide Wiesn, imago/ZUMA Press

Auf der Oidn Wiesn zeigt eine Ausstellung das Wirken einer echten Oktoberfest-Legende: Carl Gabriel.

 

München - Das größte Volksfest der Welt hat eine beeindruckende Geschichte. Die lässt sich auf der Oidn Wiesn im Museumszelt der "Historischen Gesellschaft Bayerischer Schausteller e. V." erleben. (Hier gibt's alle Infos rund um die Wiesn im Oktoberfest-News-Blog)

Besonders ist heuer eine Sonderausstellung zum Schausteller Carl Gabriel. "Dem Engagement, der Kreativität und dem Unternehmergeist Gabriels verdankt die Wiesn viel", sagt Yvonne Heckl, die Direktorin des Museumszelts.

Von Beginn des 20. Jahrhunderts an bis in die frühen 30er Jahre präsentierte der "Großschausteller", wie es auf seinem Grabstein heißt, Tier- und Völkerschauen auf einem Areal von bis zu 6.000 Quadratmetern. "Damit brachte er die Dynamik der Gründerzeit mit ihren technischen Errungenschaften und dem Wettlauf um die Kolonien auf die Wiesn", so Heckl. 

Gabriel brachte 1894 die "Hexenschaukel"als "Marktneuheit" auf die Wiesn

Seine Ausstellungen wie 1901 "Das Beduinenlager", bei dem ein ganzes Beduinendorf samt Bewohnern aufgebaut wurde, 1910 "Samoa in München" oder 1928 die "Riesen-Völkerschau" in einem Prachtbau mit Tempelfassade und 200 Menschen aus Afrika, China und Japan, begeisterten die Münchner Wiesn-Besucher.

Doch auch heute lassen sich noch immer Fahrgeschäfte auf dem Oktoberfest finden, die der gebürtige Bernsteiner vor über 100 Jahren nach München brachte. So gehören zu seinen Erfindungen, die man noch heute auf der Wiesn finden kann, die "Hexenschaukel", die er bereits 1894 als "Marktneuheit" auf das Oktoberfest brachte. Das mache Gabriel auch heute noch zu einer wirklichen Oktoberfest-Legende.

 

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