Aufarbeitung der 3:8-Klatsche EHC München auf der Pleite-Wiesn mit Playmate

Die Aufarbeitung der 3:8-Pleite in Iserlohn begann für den EHC München noch in der Kabine, am Montag wurde sie mit einigen Frust-Maß und dem Wiesn-Playmate auf dem Oktoberfest fortgesetzt. Die Bilder. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Nach dem 3:8 in Iserlohn, der zweithöchsten Klatsche der EHC-Geschichte, geht es für die Spieler trotzdem aufs Oktoberfest. Das Debakel ist aber weiter Thema: "Wir hatten einen rabenschwarzen Tag."

 

München - Draußen, da stürmte und windete es auf der Wiesn. Der Wettergott, der sich in der Nacht so richtig über Bayern ausgetobt hatte, ließ noch ein bisschen die Muskeln spielen, ohne aber über ein paar verhaltene Drohgebärden hinauszukommen.

Drinnen schien der weißblaue Bayern-Himmel, sanfte Schäfchenwolken tummelten sich im Hacker-Zelt unter dem Zeltdach über den Spielern des EHC Red Bull München. Aufgemalter Sonnenschein – und so manch Spieler-Lächeln wirkte nicht minder gekünstelt.

Selbst der Anblick von Wiesn-Playmate Julia Prokopy, die im Dirndl nicht gerade mit ihren Reizen geizte, konnte nicht alle Eishackler-Herzen an diesem Montag höherschlagen lassen. Zu derb war die 3:8-Klatsche, die der Triple-Meister, der keinen Hehl daraus macht, dass er hart daran arbeitet, dass die Meister-Pokal-Familie weiteren Zuwachs in Form einer vierten Trophäe bekommt, bei den Iserlohn Roosters am Sonntag hinnehmen musste.

Jaffray: "Wir haben viele Fehler gemacht"

Es war die zweithöchste Pleite der Klub-Historie nach dem 0:9 gegen die Mannheim Adler am 11. Oktober 2013, vier Mal unterlag man zudem mit fünf Toren Unterschied, drei Mal davon gegen Iserlohn. 3:8 ging der EHC am Seilersee unter. "Iserlohn war sehr aggressiv, sie waren gefühlt immer einen Schritt schneller als wir. Wir hatten riesige Probleme mit ihnen, haben zu viele Konter zugelassen", analysierte Nationalstürmer Frank Mauer, einer der Silberhelden der Olympischen Spielen in Pyeongchang, "wir hatten einen wirklich rabenschwarzen Tag."

Rabenschwarz – selbst das war noch eine Untertreibung. Zwar dominierte der EHC optisch, doch viele Chancen wurden nicht generiert. Und hinten, da fehlte teils jede Zuordnung. Die Abwehr schien eher Freikarten fürs Toreschießen zu verteilen. Bezeichnend das 5:2 von Ex-EHCler Jon Matsumoto in der 44. Minute: Nationalverteidiger Yannic Seidenberg, sonst ein Paradebeispiel an Konstanz, glaubte wohl noch, dass Matsumoto ein Teamkollege sei, als er die Scheibe fahrlässig vertändelte.

Wiesn-Playmate Julia Prokopy beim Eröffnungs-Bully

Goalie Kevin Reich, der seinen ersten DEL-Einsatz in dieser Saison in seiner Geburtsstadt hatte, konnte einem nur leidtun. "Wir haben viele Fehler gemacht", sagte Stürmer Jason Jaffray, "natürlich will keiner mit 3:8 untergehen. Aber wir haben viele neue Spieler, die sich erst an das System gewöhnen müssen und wir müssen mit ihnen erst eine echte Chemie auf dem Eis entwickeln. Wir haben viel zu analysieren und aufzuarbeiten."

Die Aufarbeitung begann noch in der Kabine, am Montag wurde sie mit einigen Frust-Maß und dem Wiesn-Playmate auf dem Oktoberfest fortgesetzt. Die nächsten Aufarbeitungs-Akte ist am Wochenende am Oberwiesenfeld angesagt. Am Freitag (19.30 Uhr) empfängt der EHC die Krefeld Pinguine, am Sonntag sind dann die Kölner Haie (14 Uhr) zu Gast. Da wird dann auch wieder das Wiesn-Playmate ihre Aufwartung in Form des Eröffnungs-Bullys machen.

 

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