Auch mit Spielabbruch DFB-Star Rüdiger will Rassismus aus Stadien verbannen

Vor dem Confed Cup hat sich DFB-Star Antonio Rüdiger gegen Rassismus in Fußballstadien ausgesprochen. Foto: Christian Charisius/dpa

Vor dem Start des Confed Cup hat sich Verteidiger Antonio Rüdiger klar gegen Rassismus in den Fußballstadien ausgesprochen. Notfalls müsse ein Spiel auch abgebrochen werden.

 

Sotschi - Fußball-Nationalspieler Antonio Rüdiger hat sich unmittelbar vor dem Start des Confederations Cup in Russland für entschlossenes Handeln bei rassistischen Beleidigungen in den Stadien ausgesprochen. "Der Schiri sollte den Stadionsprecher darauf ansprechen, dass das passiert. Dann ist eine Verwarnung angemessen. Und wenn es danach immer noch nicht eingehalten wird, finde ich es gut, wenn ein Spiel abgebrochen wird", sagte der 24-jährige Abwehrspieler, dessen Mutter aus Sierra Leone stammt, am Samstag in Sotschi.

Es sei für Leute, "die nicht dieselbe Hauptfarbe haben wie ich, einfach zu sagen, dass wir ruhig bleiben sollten. Aber die werden niemals wissen, wie es sich anfühlt", erklärte Rüdiger: "Meiner Meinung nach sollte dagegen hart vorgegangen werden." Der beim AS Rom spielende Profi ist in Italien schon häufig Opfer rassistischer Beleidigungen geworden.

"Wir sind im Jahr 2017, da sollte und dürfte es so etwas nicht geben. Ich wurde in mehreren Spielen mit dem Uh, uh, uh ausgebuht - und es ist nichts passiert. Dagegen muss gehandelt werden", sagte der ehemalige Spieler des VfB Stuttgart. Rüdiger hat 13 Länderspiele für Deutschland bestritten.

 

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