Auch mit 75 kein bisschen alt Herbert Herrmann: Der ewige Sunnyboy

Älter wird er nur auf dem Papier: Herbert Herrmann heute mit 75 und zum Vergleich auf Kos 1992. Foto: Horst Ossinger/dpa

Auch wenn es ihm niemand glaubt: Herbert Herrmann wird heute 75. Wie macht er das bloß nur – dieses Jungbleiben?

Er ist immer lebensfroh und witzig, charmant, fröhlich und schick – auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Aber auch im echten Leben. Herbert Herrmann ("Ich heirate eine Familie") scheint partout nicht älter zu werden.

Und doch taucht da heute eine neue Zahl auf, zumindest, wenn man dem Papier glaubt: Der beliebte Schauspieler, das wohl letzte echte Zugpferd des privaten Unterhaltungstheaters, feiert heute seinen 75. Geburtstag. Dabei schaut er locker zwei Jahrzehnte jünger aus. Wie macht er das nur – dieses Jungbleiben?

"Wir sind doch jung, bis wir sterben müssen", sagt der stets gebräunte und so kernig wirkende Jubilar. Und: "Alle kommen in die Jahre – warum sollte ich mir Gedanken machen? Ich versuche, ein bisschen auf mich zu achten, anständig zu leben und anständig meinen Beruf auszuüben." Klingt einfach.

Dann wird Herbert Herrmann, der einst mit Jutta Speidel liiert war, von Susanne Uhlen einen Sohn hat und seit 2003 mit Kollegin Nora von Collande (58) happy ist, doch konkreter. Jeden Morgen mache er 45 Minuten Gymnastik.

Derzeit gastiert der Schauspieler mit seiner Liebsten in Düsseldorf. In seiner eigenen Inszenierung der Beziehungskomödie "Anderthalb Stunden zu spät" gibt er einen verheirateten Erfolgsmenschen vor dem Ruhestand.

In seiner Freizeit lebt er den Unruhestand. Gerade hat er sich eine weiße Vespa gekauft. Er freut sich schon, auf ihr mit Nora im Sommer in St. Tropez an den Hafen zu knattern. Reisen mag er überhaupt gern. Er besitzt ein Haus auf Mallorca, Nora hat ein Appartement in Südfrankreich. Wandern – auch gern an seinem Erstwohnsitz Grindelwald in der Schweiz –, Rollerblade fahren, Kunst anschauen, gut essen und mit Freude Kleidung auszuwählen, die leger-elegant und jugendlich wirkt – das sind Herbert Hermanns Daseins-Genüsse, wie er sagt.

Was wir von ihm also lernen können: Nicht übers Alter nachdenken. Sondern: das Leben genießen.

 

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