Scherze in Bayern April, April: Münchner Polizei lässt Bürger Strafzettel verteilen

Die Münchner sollen zukünftig kleinere Vergehen auch selbst mit Strafzetteln ahnden können - scherzt die Polizei zum 1. April. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa

Ein Pony, das Drogen aufspürt, Strafzettel zum selbst Ausfüllen und ein Hamburger Löschboot für die Isar: Zum 1. April haben sich auch Behörden, Organisationen und Parteien in München und Bayern wieder kleine Späße erlaubt.

München - Ämter und Sicherheitsbehörden scherzen eher selten. Zum 1. April lassen es sich aber viele nicht nehmen, mit schrägen Geschichten, skurrilen Bildern und kreativen Posts auf sich aufmerksam zu machen. Eine Auswahl der Scherze im Freistaat.

Polizei München schickt Bürger in den April

Wer in München einen Falschparker sieht, soll ihn laut Polizei nun selbst ahnden dürfen. Bei Verstößen bis zu 55 Euro sollen Bürger eigenständig Strafzettel ausfüllen und verteilen, wie die Polizei München auf ihrer Webseite mitteilte. Eine genaue Anleitung zum Ausfüllen der Strafzettel solle in den kommenden Tagen folgen.

 

Ein Löschboot für die Isar? April, April!

Ein Löschboot für die Isar will die Münchner Feuerwehr in Betrieb nehmen. Weil die Hamburger Kollegen ein neues Boot bekämen, werde deren altes für den symbolischen Preis von einem Euro nach München gebracht. Es solle für Löscharbeiten am Ufer und auf den Isarinseln eingesetzt werden, die laut Feuerwehr seit Jahren eine Herausforderung seien. Eine neue Wache werde noch gebaut. Das Boot solle im Herbst in den Dienst gehen.

"Dienst-Dackel" für die U-Bahnwache

Diensthunde für die Münchner U-Bahnwache. Auch keine schlechte Idee. Immerhin hat ja auch die Polizei ihre Diensthunde. Die beiden Dackeldamen Cathi und Vroni sollen, wie die MVG schreibt, bei großen Events wie Fußballspielen und dem Oktoberfest deeskalierend wirken. Im Ernstfall müssen die Dackel aber auch Personen stellen oder verfolgen. Und da wird’s schon schwierig mit den kurzen Beinen.

Ferngesteuerte Polizisten im Flugtaxi

Blaulicht hin oder her, auch Polizisten stehen gelegentlich im Stau. Außerdem gibt es ja auch noch die oft beschriebenen Probleme mit Autofahrern, die keine Rettungsgasse bilden.

Mit Flugtaxis könnten all diese Probleme gelöst werden! Das legte zumindest eine Mitteilung der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) nahe, die am Sonntagnachmittag mit dem verräterischen Datum erster April versandt wurde.

Darin hieß es: "Die DPolG steht Überlegungen für einen Einsatz von fliegenden Quadrocoptern, sogenannten Flugtaxis, bei der Bayerischen Polizei positiv gegenüber." In dem Schreiben wird der bayerische Landesvorsitzende Rainer Nachtigall zitiert: "Zum einen können Polizeibeamtinnen und -beamte damit – ferngesteuert von ihren Einsatzzentralen – schnell und sicher an ihre Einsatzorte transportiert werden, wodurch viele Blaulichtfahrten im dichten Straßenverkehr vermieden werden. Auch nicht gebildete Rettungsgassen wären für die Polizei kein Hindernis mehr."

Ein weiterer Vorteil: Die Polizei "kann damit auch Streifenflüge durchführen und hat von oben natürlich einen besseren Überblick als aus einem Streifenwagen". Umweltfreundlich sei das neue Fortbewegungsmittel außerdem.

Die Passage "ferngesteuert von ihren Einsatzzentralen" war dann aber doch ein bisschen zu dick aufgetragen.

Kürzere Semesterferien an der LMU

Das hätte den Studenten nicht gefallen: Längere Vorlesungszeiten, kürzere Semesterferien. Das werde ab sofort eingeführt, schreibt die LMU auf ihrer Facebook-Seite. April, April!

Nur noch E-Books bei Hugendubel?

Diese Meldung könnte irgendwann in der Zukunft gar kein Scherz mehr sein. Hugendubel ließ gestern verlauten, man werde künftig nur noch Ebooks verkaufen. Klingt noch wie ein Scherz – aber warten wir einmal ab.

"Rauschgiftsuchpony" für die Oberpfalz

Ein "Rauschgiftsuchpony" soll ab sofort die Polizei in der Oberpfalz unterstützen. Bayernweit sei es das erste Pony seiner Art, teilte das Polizeipräsidium Oberpfalz auf Facebook mit. Das Islandpony sei im Norden zum Drogenschnüffeln ausgebildet worden und könne Rauschmittel schon aus einer Entfernung von mehreren Karotten riechen. Nach einer eintägigen Testphase solle entschieden werden, ob weitere Ponys angeschafft werden oder die Polizei nicht doch bei den Drogenspürhunden bleibt.

Drive-In-Führerscheintausch in Bamberg

An einem Drive-In-Schalter sollen Bürger in Bamberg ihren alten Führerschein eintauschen können. Der Tausch von etwa 70.000 Scheinen solle so schneller und einfacher erfolgen. Laut Landrat Johann Kalb (CSU) sei eine Kooperation mit einer großen Burgerkette geplant. Besonderer Service für Bürger, denen der Führerschein entzogen wird: Eine Beteiligung des Landratsamtes am Gewinn der Burgerkette solle ermöglichen, Betroffenen zumindest ein Taxi zu stellen.

Fürther Feuerwehr will Atemluft per Funk

Atemluft per Funk sollen neue Atemmasken der Fürther Feuerwehr liefern. Die Luft gelange durch Funkwellen von der Flasche zum Mundstück, teilte die Feuerwehr auf ihrer Webseite mit. Weil der Luftschlauch oft störe und einige Brandschützer damit an Gegenständen hängen blieben, freue sich die Feuerwehr, dass er nun überflüssig werde. Das Gerät sei bereits im Weltraum getestet worden.

Lösen Super-Emojis Lottokugeln ab?

Statt Superzahl soll in Bayern der Super-Emoji über den Lottogewinn entscheiden. Lotto Bayern wolle damit eine jüngere Zielgruppe erreichen. Eine Ausweitung des Projekts auf ganz Deutschland sei denkbar, sagte die Präsidentin von Lotto Bayern.

"Franky-Day" für Oberbayern

Einen "Franky-Day" für Oberbayern will die Partei Die Franken einführen. Einen Tag pro Woche solle in Oberbayern ausschließlich fränkisches Essen serviert werden. Der Grund: Man mache sich Sorgen um die Gesundheit der Mitbürger. Außerdem wollen Die Franken den Oberbayern kulinarisch auf die Sprünge helfen, so Parteichef Robert Gattenlöhner.

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