Anwohner besorgt Gern: Vermuteter Pornodreh ruft Polizei auf den Plan

, aktualisiert am 17.09.2019 - 17:14 Uhr
Die Polizei rückte zu einem vermeintlichen Pornodreh aus - und fand ein paar Erinnerungsfotos. Foto: imago images / Alexander Pohl

Ein besorgter Anrufer meldet sich bei der Polizei: In seiner Straße wird gerade ein Porno gedreht. Die Beamten rücken aus – und finden am Ende ein paar Erinnerungsfotos einer Designerin.

 

München - Opfer einer erotischen Fata Morgana ist am Sonntagnachmittag ein Mann aus Gern geworden. Als er ein "junges Mädchen in puppenhafter Aufmachung" in einer Grünanlage an der Bayersdorferstraße erspähte, ging mit ihm die Fantasie durch.

Das "Schulmädchen" amüsierte sich zwischen Bäumen und Büschen mit drei ebenfalls recht jugendlich wirkenden Burschen. Einer hantierte mit einer Kamera und machte Aufnahmen von dem Mädchen, das sich in allen möglichen aufreizenden Posen in der Septembersonne räkelte.

Pornodreh mitten in München? Polizei rückt an

Für den Zeugen war sofort klar – das Quartett dreht einen Porno und das quasi fast vor seiner Haustür. Der Mann rief die Polizei. Wenig später platzten zwei Streifenbeamte in den vermeintlichen Porno-Dreh.

Schnell stellte sich heraus, dass das "puppenhafte" Mädchen eine 33-jährige Frau ist, eine in München lebende Russin und Designerin. Ihre Begleiter waren auch nicht mehr die Jüngsten, der Mann an der Kamera bringt es auf 59 Jahre.

Sie habe nur ein paar Erinnerungsfotos für ihre Freunde schießen wollen, erklärte die Designerin. Nichts Anstößiges und auch kein Porno-Dreh, versicherte das Quartett. Auf dem Speicherchip der Kamera waren auch keine entsprechenden pornografischen Aufnahmen. Wie so oft, alles eine Frage der Perspektive.

 

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