Antrag von CSU und SPD im Rathaus Marienplatz: Fußgängerzone soll erweitert werden

Noch ist der Marienplatz getrennt. SPD und CSU wollen den Verkehr vom Marienplatz endgültig verbannen. Foto: Daniel von Loeper/AZ

Die Stadtratsfraktionen der SPD und CSU fordern eine Erweiterung der Fußgängerzone. Damit will man die "Aufenthaltsqualität" verbessern und altbekannte Konflikte lösen. Der Antrag.

 

Altstadt – Am Dienstag haben die Fraktionen der CSU und der SPD im Stadtrat einen Antrag zur Erweiterung der Fußgängerzone rund um den Marienplatz eingereicht. Sämtlicher Verkehr (Taxi, Bus, Fahrrad, Rikscha) soll also völlig vom Marienplatz verschwinden.

Der Erweiterungsplan:

Die Fußgängerzone soll im Osten bis zum Alten Rathaus und im Norden bis zur Ecke Landschaftstraße/Altenhofstraße und Dienerstraße erweitert werden.

So wird der Verkehr umgeleitet:

"Der Verkehr – ob Fahrrad, Taxi oder Bus – wird über die Sparkassenstraße bzw. den Viktualienmarkt umgeleitet werden.", heißt es in der gemeinsamen Mitteilung von CSU und SPD. Für die Taxifahrer soll in der Dienerstraße ein neuer Haltepunkt errichtet werden.

Attraktivität für Einheimische und Touristen steigern:

Die für den Verkehr freigegebene Nord-Süd-Verbindung, die den Marienplatz in zwei Teile trennt, ist den Stadtratsfraktionen ein Dorn im Auge. Um die Attraktivität und "Aufenthaltsqualität" für Bürger und Touristen zu verbessern, soll diese Straße zur verkehrsfreien Zone, die Nord-Süd-Verbindung in die Sparkassenstraße umgeleitet werden. "Wir wollen mit der Erweiterung der Fußgängerzone und einer städtebaulich ansprechenden Umgestaltung die Attraktivität des Platzes deutlich erhöhen. Die Menschen sollen sich gerne auf dem Marienplatz aufhalten und dort verweilen können. Mit dieser Maßnahme sorgen wir auch dafür, dass die Gefahrenstelle durch den Durchgangsverkehr endlich entschärft wird.“, sagt CSU-Fraktionschef Hans Podiuk.

SPD-Fraktionsvorsitzender Alexander Reissl: "Für Fußgänger ist diese Veränderung ein echter Gewinn: Sie werden in Zukunft gemütlich schlendern können, ohne von Autos, Bussen oder Fahrradfahrern zur Seite gedrängt zu werden.“

Auch der Leiter des Referats für Arbeit und Wirtschaft, Bürgermeister Josef Schmid (CSU) ist begeistert von dem Antrag: "Die Vergrößerung unserer guten Münchner Stube macht das Herz Münchens weiter. Damit wird die Fußgängerzone für die Münchnerinnen und Münchner, die Touristen und Gäste sowie den Münchner Innenstadthandel noch attraktiver."

 

24 Kommentare