Anoki in der Maximilianstraße Neues asiatisches Restaurant im Palais an der Oper in München

Der Schwerpunkt liegt auf japanischer Küche, es gibt aber auch vietnamesische Gerichte im Anoki im Palais an der Oper. Foto: Anoki

Das Anoki in der Maximilianstraße bietet edle asiatische Küche. Die AZ hat sich schon mal umgesehen.

 

München - Hieu Tran weiß, wie man’s richtig macht. Sechs vietnamesische Restaurants hat er in den letzten Jahren eröffnet, mit dem Anoki in der Maximilianstraße 2 ist jetzt das siebte hinzugekommen.

Asiate Anoki:  Fokus liegt auf japanischer Küche.

Das Geheimrezept für Trans Restaurant-Erfolge ging bisher so: Vietnamesische Küche mit hochwertigen Zutaten in einem minimalistisch gestylten Restaurant, das dem Portfolio eines hippen schwedischen Architekturbüros entsprungen sein könnte. Das funktioniert gut, sogar so gut, dass er mit dem "Anoki" jetzt ein Experiment wagt: Der Fokus liegt auf japanischer Küche.

Hier bekommt man Sashimi mit pochierter Knoblauch-Ponzu (18,90 Euro), Japanisches Wagyu-Rind (72 Euro pro 100 Gramm, Maki-Rollen (ab 11 Euro) und 15 verschiedene Sorten Sake.

Ganz aufgegeben hat Tran die vietnamesische Küche im neuen Restaurant aber nicht: auch Sommer-Rollen (mit Garnelen 11,90 Euro), Rotes Curry mit Huhn (20,90 Euro) und die traditionelle Nudelsuppe Pho (9,50 Euro) finden sich auf der Speisekarte. Von einem Platz an der Sushi-Theke kann man Chefköchin Haruko Kato dabei zusehen, wie sie auf einer Holzplatte Fisch filetiert, hinter ihr gewähren getönte Scheiben einen Blick in die Küche. Die ist die Bühne, auf der man stolz die hochwertigen Zutaten, die hier verarbeitet werden, präsentiert.

Nachfolger der "Kuffler California Kitchen" 

Ob Trans Experiment glückt, wird sich zeigen. Zuvor beherbergte das Palais an der Oper das Kuffler California Kitchen, das nach sechs Jahren schließen musste. Die Lage spricht für das Anoki, das darauf hofft, die Kundschaft der Maximilianstraße mit seiner Terrasse unter den Arkaden, von der aus man auf den Max-Joseph-Platz blickt, für sich zu gewinnen.

Doch in der ganzen Makellosigkeit gibt es keine Ecken und Kanten, die dem Restaurant den besonderen Touch verleihen würden. Die lässige Coolness einer Gabanyi-Bar findet man hier nicht, genauso wenig wie das Kult-Potenzial eines Takumi mit seinen Nudelsuppen. Aber darauf legt es Tran auch nicht an. Seit 40 Jahren ist er in München, seit zehn Jahren Gastronomie-Unternehmer. Sein Traum, ein Restaurant mitten in der Stadt zu eröffnen, ist aufgegangen. Wer die japanisch-vietnamesische Küche schätzt, sich etwas gönnen möchte und bereit ist, dafür etwas tiefer in die Taschen zu greifen, ist im Anoki genau richtig.

Übrigens: Seine Kinder kann Tran nicht für sein Essen begeistern. Lachend gibt er zu: "Die essen lieber Burger!"


Maximilianstraße 2a/Hofgraben 9, täglich geöffnet, 11.30 bis 1 Uhr.

 

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