An der Isar Hier werden 500 Bäume abgeholzt!

So schön grün war es bisher an der Großhesseloher Brücke. Die SPD-Politiker im Münchner Süden fordern, dass das auch künftig so bleibt. Foto: AZ

Aber schon fast 10.000 Münchner haben gegen die Fäll-Aktion unterschrieben. Wird die Entscheidung der Förster im letzten Moment gekippt?

Thalkirchen - Wer von Thalkirchen in Richtung Waldwirtschaft radelt, genießt die frische Luft, im Sommer spenden die Bäume Schatten. Doch jetzt wird die grüne Idylle in der Nähe des Biergartens getrübt.

 

In dem Wald zwischen der Waldwirtschaft, dem Bundesnachrichtendienst und der Burg Schwaneck in Pullach ist eine umfassende Fällaktion des zuständigen Bundes-Försters geplant.

Dabei sollen mehr als 500 Bäume abgesägt werden, sorgen sich die Münchner vor Ort. Schon am 27. Januar soll's losgehen.

Ist die Entscheidung noch zu kippen?

Die Landtagsabgeordnete vor Ort und bayerische SPD-Generalsekretärin Natascha Kohnen und ihr Landtagskollege Florian von Brunn aus dem Umweltausschuss fordern ein Moratorium. Sie verweisen auf eine Online-Petition gegen die Fällaktion, die inzwischen fast 10.000 Bürgerinnen und Bürger unterschrieben haben.

"Die SPD will, dass auf die Einwendungen und Bedenken ausreichend eingegangen werden kann", sagt der Abgeordnete für den Münchner Süden Florian von Brunn. Der SPD-Politiker hat vor allem auch Bedenken, weil die Bäume, die weichen sollen, an das FFH-Schutzgebiet Oberes Isartal grenzen. Sowohl Pflanzen als auch Tiere stehen dort unter besonderem Schutz.

"Ich habe grundsätzlich nichts gegen das Vorhaben, zu eng stehende Fichten zu fällen und Buchen und Weißtannen nachzupflanzen", räumt von Brunn ein. "Aber der enorme Umfang macht mir Sorgen, die große Nähe zum Schutzgebiet Oberes Isartal und zum Uhu-Brutplatz."

Nicht ausschließen will er, dass die Unterschriftenaktion über die Online-Petition die Aktion im letzten Moment verhindern kann. Auch Natascha Kohnen sagt: „Die zuständigen Behörden müssen ausreichend auf die Bedenken der Bürgerinnen und Bürger eingehen. Bis alles transparent erklärt und für jeden nachvollziehbar ist, darf mit der Maßnahme nicht begonnen werden!“

Für den Fall, dass trotzdem rasch gefällt wird, fordern die Politiker in ihrer Stellungnahme, dass der Hieb "möglichst schonend" erfolgen soll.

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Die Politiker setzen auf Kulanz. Die Entscheidung fällt an anderer Stelle: Der Wald in Pullach gehört dem Bund, das Gebiet steht unter der Verwaltung der Bundesimmobilienagentur.




 

 

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