Am Freitag gegen Ungarn DHB-Kapitän Gensheimer beim WM-Auftakt dabei

Rechtzeitig wieder bei der Mannschaft: DHB-Kapitän Uwe Gensheimer. Foto: dpa

Kapitän Uwe Gensheimer stößt nach dem Tod seines Vaters rechtzeitig wieder zur DHB-Auswahl und ist beim WM-Auftakt gegen Ungarn dabei. Frankreich startete mit einem Sieg, nach der WM wird die Bundestrainer-Nachfolge geklärt.

 

Rouen - Handball-Bundestrainer Dagur Sigurdsson kann beim deutschen WM-Auftakt am Freitag auf Kapitän Uwe Gensheimer setzen.

Der Weltklasse-Linksaußen soll noch am Donnerstag zum Team in Rouen stoßen. "Es ist so geplant, dass er heute nach Frankreich kommt", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning. Der Einsatz von Gensheimer gegen Ungarn (17.45 Uhr/handball.dkb.de) hatte wegen eines Trauerfalls in der Familie auf der Kippe gestanden.

Nach der Nachricht vom Tod seines Vaters hatte der Kapitän der deutschen Mannschaft die Generalprobe gegen Österreich (33:16) verpasst und war auch am Mittwoch nicht mit dem Team nach Frankreich gereist. Gensheimer wird nun voraussichtlich von Teammanager Oliver Roggisch begleitet.

Favorit Frankreich startet mit Sieg

"Frankreich ist der ganz große Favorit, von dem aber auch nicht weniger als der Titel erwartet wird", sagte Gensheimer. Er weiß, wovon er spricht, schließlich spielt der Weltklasse-Linksaußen seit dieser Saison bei Paris St. Germain im Land des WM-Gastgebers.

Und wie gut die Franzosen tatsächlich auch aktuell drauf sind, stellten sie direkt im Eröffnungsspiel unter Beweis. Gegen überforderte Brasilianer setzten sie sich am Mittwochabend in Paris klar mit 31:16 (17:7) durch.

Die Euphorie in Frankreich war schon vorher riesig und die Erwartungshaltung nicht minder groß. "Die letzten Wochen gab es dort einen Medien-Hype. Teilweise gab es im Fernsehen eineinhalbstündige Talkshows nur zur Handball-WM. Die Franzosen freuen sich unheimlich auf die Weltmeisterschaft", berichtet Gensheimer.

Prokop schon nach der WM neuer Bundestrainer?

Eine Entscheidung über die Nachfolge von Handball-Bundestrainer Dagur Sigurdsson wird definitiv erst nach der Weltmeisterschaft in Frankreich fallen. "Es bleibt dabei. Wir werden uns im Anschluss an das Turnier mit dem Thema befassen", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning. Die WM dauert bis zum 29. Januar.

Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet, dass Christian Prokop wohl schon Ende Januar neuer Bundestrainer werde. Demnach hätten der DHB und Prokops Club SC DHfK Leipzig grundsätzliche Einigung erzielt.

Prokop würde laut dem Bericht nach der WM das Nationalteam übernehmen und gleichzeitig noch bis Ende Juni die Leipziger trainieren. Hanning dementierte das, er will spätestens im Sommer einen Nachfolger des nach der WM scheidenden Sigurdsson präsentieren.

Neben Prokop ist Markus Baur ein weiterer Kandidat für den Bundestrainer-Posten. Auch Leipzigs Geschäftsführer Karsten Günther widersprach dem Bericht über eine angebliche Einigung. "Das gibt es noch gar nichts zu sagen. Jetzt ist erstmal die WM, und dann sehen wir weiter", sagte er.

Die Leipziger hatten immer wieder betont, den noch bis 2021 unter Vertrag stehenden Prokop nicht einfach gehen zu lassen. Eine hohe Ablösesumme durch den DHB wäre voraussichtlich fällig.

 

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