Altstadt Hier reparieren sie unsere Fleischbrücke

Von einer Gondel aus arbeiteten die Steinmetze am Geländer der Fleischbrücke. Foto: Berny Meyer

NÜRNBERG Da staunte der Tourist, und der Nürnberger wunderte sich: Ein mächtiger Autokran thronte bis zum Wochenende auf der Fleischbrücke. Am Stahlseil: eine Gondel – und darin zwei tapfere Handwerker, die dem wechselhaften Wetter trotzten.

 

Die Steinmetze führten fort, was im vergangenen Jahr witterungsbedingt nicht zu Ende zu kriegen war: die Sanierung der bröckeligen Brückenunterseite. Die Bogenoberseite der ältesten Brücke der Stadt haben die Experten bereits im Jahr 2004 restauriert. Bis zum 9. Juni, so die Planungen der Super-Behörde SÖR, sollen die Arbeiten am Bauwerk komplett abgeschlossen sein. Jetzt ist der Kran weg. Gewerkelt wird aber weiter. Doch um das Nürnberger Mega-Event „Blaue Nacht“ nicht zu behindern, wird am kommenden Samstag die Baustelle für die Großveranstaltung vorübergehend geräumt.

Die Fleischbrücke wurde 1335 erstmals urkundlich erwähnt. Ein benachbartes Fleischhaus war namensgebend. 1418 brannte die Holzkonstruktion nieder, 1432 zerstörte dann ein Hochwasser die Brücke, die später wieder aufgebaut wurde. Im Jahr 1487 wurde der Holzbau schließlich durch eine Steinbrücke ersetzt.

 

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