Alte Bananenreiferei Sendling: Neue Proberäume für Münchner Musiker

Hüseyin Ince ist Redakteur im Lokalressort der Abendzeitung.
Hahn und Reiter am Eingang der alten Reiferei. Foto: Stadt München

Dieter Reiter und Daniel Hahn möchten die alte Bananenreiferei für Bandproben öffnen.

 

Sendling - München ist die Stadt des Mangels mitten im Wohlstand. Wer bezahlbar wohnen, sein Kind zur Kita schicken oder in passenden Räumen an seinen musikalischen Fähigkeiten feilen möchte, der wird genauso heftig enttäuscht wie ein Eichhörnchen, das in der Wüste nach einer Haselnuss sucht.

Dieter Reiter: Ein Herz für Künstler

Da hilft es natürlich, dass der Hobby-Gitarrist und Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) ein Herz für Künstler hat. Denn gemeinsam mit Szenewirt Daniel Hahn ("Bahnwärter Thiel") sondierte er, wie am Dienstag bekannt wurde, bei einem Ortstermin am vorvergangenen Dienstag die Räume der alten Bananenreiferei zwischen Südbahnhof und Thalkirchner Straße.

Sie stehen seit Jahren leer. Hahn hatte zuvor bei der Stadt die Idee vorgetragen, dass man die alte Reiferei für Bandproben nutzen könnte.

Die Immobilie ist Eigentum der Stadt. Hahn kannte sie gut, weil er dort am liebsten mit "Bahnwärter Thiel" eingezogen wäre. "Früher wurden dort Paletten verkauft. Da durfte ich mir die Räume mal von innen ansehen", so Hahn.

Künstlerische Nutzung wird geprüft

OB Reiter findet nach dem Ortstermin: Die Reiferei würde sich gut für Kunst eignen. Schließlich, so Reiter, seien die Anforderungen an Proberäume hoch: Solche Gemäuer müssten gut abdichten und dürften keine Anwohner stören. "Die Räume haben dicke Mauern und scheinen prädestiniert gerade für Bands zum Proben", so Reiter.

Er werde die zuständigen Referate auffordern, eine künstlerische Nutzung zu prüfen. Noch vor der Sommerpause soll im Optimalfall eine Beschlussvorlage im Stadtrat landen.

 

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