Allererste Wahl beim TSV 1860 Vor dem Saisonstart: So sieht die Löwen-Startelf aus

1860 in Bestbesetzung: Im Tor steht Jan ZImmermann, davor verteidigen Marnon Busch, Milos Degenek, Jan Mausersberger und Maximilian Wittek. Die Zentrale teilen sich Fanol Perdedaj und Daniel Adlung, auf den Flügeln spielen Stefan Aigner und Victor Andrade, ganz vorne Sascha Mölders und Ivica Olic (jeweils von links). Fotos: sampics (9), Rauchensteiner (2)/Augenklick Foto: az

In wenigen Tagen startet der TSV 1860 mit vielen neuen Stars in die Saison. Die AZ stellt hier die Top-Elf von Cheftrainer Kosta Runjaic vor.

 

München - Die Anspannung steigt. Sie ist beinahe greifbar. Endlich wieder Schweiß, Emotionen, volle Stadien. Am Wochenende startet die 2. Liga in die Saison 2016/17. Mittendrin: der TSV 1860.

VfB Stuttgart, Hannover 96, 1. FC Nürnberg – die Gegner haben klangvolle Namen, doch die Sechzger fühlen sich vor dem Auftakt bei Greuther Fürth (Sonntag, 13.30 Uhr, live bei Sky) gewappnet wie seit Jahren nicht.

Nicht zuletzt wegen der Rückkehr von Stefan Aigner. „Klar ist, dass hier mit Sinn und Verstand eine Mannschaft aufgebaut wird, die auf absehbare Zeit die Bundesliga mehr anstreben kann als gegen den Abstieg zu spielen“, sagte der 28-Jährige dem „Merkur“.

Einst flüchtete er – mangels Perspektive. Jetzt sieht er eben diese. Es gehe darum, dass „wir uns finden“, meinte Aigner, „das funktioniert nicht von heute auf morgen.“ Trainer Kosta Runjaic hat sein Grundgerüst aber beisammen.

Die AZ erklärt, mit welcher Startelf der Löwen-Coach in die Saison gehen dürfte.

Tor: Hier ist die Entscheidung zugunsten von Zugang Jan Zimmermann gefallen. „Die Tendenz geht dahin“, erklärte Runjaic nach dem Test gegen Bundesliga-Aufsteiger SC Freiburg (0:0). Der 31-Jährige präsentierte sich als stark auf der Linie sowie im Herauslaufen und damit als kompletterer Keeper als seine Konkurrenten Vitus Eicher und Stefan Ortega.

Abwehr: Alles deutet daraufhin, dass sich der von Werder Bremen ausgeliehene Marnon Busch auf Anhieb auf der Rechtsverteidigerposition festsetzt. Der 21-Jährige war in der Vorbereitung stets erste Wahl hinten rechts. In der Innenverteidigung sah Runjaic zuletzt zwar „keinen Handlungsbedarf“ mehr, zuvor hatte er aber erklärt, gerne einen erfahrenen Rechtsfuß zu haben. Den bekam der 45-Jährige bisher nicht.

Der robuste Milos Degenek hat deshalb beste Einsatzchancen neben Jan Mauersberger. Rodnei, ebenfalls ein Linksfuß, dürfte dagegen nur Ersatz für Mauersberger sein.

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Auf links außen gilt Maximilian Wittek als gesetzt. Der 20-Jährige kommt aus dem eigenen Lager, Runjaic ist begeistert von seinen spielerischen Qualitäten, will den abwanderungswilligen Mann aus Eching keinesfalls ziehen lassen. Weil dieser mit einer Sperre zum Saisonstart ausfällt, wird ihn wohl Zugang Filip Stojkovic in Fürth ersetzen.

Zentrales Mittelfeld: Vorausgesetzt, Runjaic agiert mit dem von ihm geschätzten 4-4-2-System, wird es zwei Sechser geben. Wohl erste Wahl: Daniel Adlung und Zugang Fanol Perdedaj. Der Kosovare sicherte schon beim ehemaligen Arbeitgeber FSV Frankfurt die Zentrale ab. Weil er erst spät zum Team stieß, ist für das Fürth-Spiel aber auch Routinier Goran Sukalo eine Alternative.

Kommt der Oldie-Angriff?

Offensives Mittelfeld: Hier hat Runjaic ein echtes Luxusproblem. Auf Rechtsaußen hat er mit Karim Matmour und Stefan Aigner zwei Mann, die getrost Bundesliga spielen könnten. An Letzterem führt nicht nur wegen seiner Löwen-Vergangenheit wohl kein Weg vorbei. „Mein großer Traum ist klar: mit Sechzig aufsteigen“, sagt Aigner.

Auf Linksaußen sieht es fast genauso gut aus. Zähmt Runjaic das Temperament von Victor Andrade, ist der Brasilianer eine echte fußballerische Waffe. Der 20-Jährige dürfte Levent Aycicek den Rang ablaufen, der in der Vorbereitung als Antreiber oft überzeugte, aber nicht die Dynamik Andrades hat.

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Sturm: Auch hier hat Sechzig in der neuen Saison Bundesliga-Niveau. Runjaic spielte in Kaiserslautern einst oft mit einer hängenden Spitze und einer „echten Neun“. Der lauffreudige Ex-Bayer Ivica Olic ist wie gemacht für die versetzte Position, vor dem 36-Jährigen wird wohl der unermüdliche Sascha Mölders stürmen. Lucas Ribamar hat noch deutlichen Trainingsrückstand, Stefan Mugosa nicht die Torgefahr eines Mölders (31), weswegen viel für den „Oldie-Angriff“ spricht. Beide sind als Malocher bekannt, das gefällt den Fans aus Giesing. Ob diese bald wieder den lange vermissten Vollgas-Fußball zu sehen bekommen?

 

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