Alle Infos im Newsblog Sturmtief Sabine: S-Bahn München - Strecken teilweise gesperrt

Noch gibt es wenige Probleme bei der S-Bahn, lediglich zwei Streckenabschnitte sind gesperrt. (Archivbild) Foto: Lino Mirgeler/dpa

Sturm-Gefahr in München! Der Start in die neue Woche wird äußerst ungemütlich. Seit Sonntag zieht ein Wettertief über Deutschland – auch orkanartige Böen sind möglich. Alle Infos zu Sturm "Sabine" finden Sie in unserem Newsblog!

 

München - In der Nacht auf Montag wurde es äußerst ungemütlich in München: Grund war das Sturmtief "Sabine". Alle Münchner Schulen blieben am Montag geschlossen, nur städtische Kitas war geöffnet. Den gesamten Tag über kam es zu enormen Beeinträchtigungen bei der S-Bahn und im Regionalverkehr in Bayern. Bis zum Mittag ging beinahe nichts im S-Bahnnetz – kein einziger Zug rollte auf der Stammstrecke!

Auch am Flughafen München hatte "Sabine" Auswirkungen. Am Sonntagnachmittag wurden mehr als 110 Flugverbindungen gestrichen. Am Montag kam es zu weiteren Beeinträchtigungen, etliche Flüge wurden annuliert.

Am Dienstag stürmt es weiter in Bayern – wenn auch nicht so stark wie noch am Vortag.

Sturmtief "Sabine" in München – die aktuellen Entwicklungen im Newsblog:

+++ Erneut Tausende Haushalte in Bayern ohne Strom +++

Eine zweite Sturmwelle hat in der Nacht zum Dienstag erneut Tausende Haushalte in Bayern vom Strom abgeschnitten. "Nachdem es Montagnachmittag zunächst ruhiger wurde, waren vergangene Nacht im Süden von München und im Voralpengebiet in unserem Netzgebiet noch mal etwa 20.000 Haushalte zeitweise ohne Strom", sagte ein Sprecher des Stromnetzbetreibers Bayernwerk AG am Dienstag. Mittlerweile seien die Schäden aber behoben.

"Insgesamt hat der Sturm in unserem Netzgebiet etwa 100.000 Haushalte vom Strom abgeschnitten", sagte der Sprecher. "Wir haben praktisch seit Montagfrüh um 3 Uhr ohne Pause dem Sturm hinterhergearbeitet." Die N-Ergie GmbH bilanzierte etwa 5.200 Haushalte ohne Strom.

Die meisten Schäden entstanden laut Bayernwerk-Sprecher, weil Äste und Bäume auf die Stromleitungen gefallen waren. "Wie viele Reparatureinsätze wir letztendlich hatten, kann ich gar nicht beziffern; aber es waren sehr, sehr viele", sagte er.

+++ München: Friedhöfe auch am Dienstag geschlossen +++

Die städtischen Friedhöfe bleiben auch am Dienstag gesperrt – das teilte das Referat für Gesundheit und Umwelt am Vormittag mit. Trauerfeiern und Beerdigungen müssen größtenteils abgesagt werden. Für aktuelle Auskünfte stehen die Städtischen Friedhöfe unter 089 23199 01 zur Verfügung. Aktuell geht das Referat für Gesundheit und Umwelt davon aus, dass die für Mittwoch angesetzten Trauerfeiern und Beerdigungen durchgeführt werden können.

+++ Deutsche Bahn: Situation bei der S-Bahn "weiter angespannt" +++

Erst Orkanböen, jetzt Schnee: Aktuell schneit es in München, das hat auch weiterhin Auswirkungen auf den S-Bahnverkehr. Wie die Deutsche Bahn gegen 10 Uhr mitteilte, laufe die Störungsbeseitigung "weiter mit Hochdruck". Wegen neuer Sturmböen und des Schneefalls sei die Situation allerdings "weiter angespannt".

Zwischen Wolfratshausen und Baierbrunn (S7) sowie Tutzing und Gauting (S6) besteht noch immer ein Schienenersatzverkehr mit Bussen. Laut Bahn könne die Streckensperrung möglicherweise bis zum Nachmittag aufgehoben werden.

Nach Sturm: Tierpark Hellabrunn wieder geöffnet

+++ Tierpark Hellabrunn hat wieder geöffnet +++

Der Tierpark Hellabrunn hat nach einem Tag Pause wieder geöffnet – es bleibt bei den regulären Öffnungszeiten von 9 bis 17 Uhr. "Alle unsere Tiere und Mitarbeiter haben den Sturm unbeschadet überstanden. Die Hellabrunner Gärtnerei hat heute keinen nennenswerten Schäden aus der Nacht entdeckt", teilte Tierpark-Direktor Rasem Baban mit.

Der Tierpark weist jedoch darauf hin, dass es am Dienstag wegen Aufräumarbeiten vereinzelt zu Einschränkungen kommen kann.

+++ Sturm "Sabine" sorgt weiterhin für Feuerwehreinsätze +++

Obwohl der Sturm etwas nachgelassen hat, hält "Sabine" die Münchner Feuerwehr weiterhin auf Trab. Was in den nächsten Stunden so alles auf die Einsatzkräfte zukommt, lässt sich seit 8 Uhr besonders gut auf Twitter nachverfolgen. Beim "Twittergewitter" der Berufsfeuerwehr wird den ganzen Tag über aktuelle Einsätze informiert. Eine erste Sturm-Auswahl gibt es hier:

Nach Sturm: Flugverkehr in München wieder aufgenommen

+++ Flughafen München: Flugverkehr wieder aufgenommen +++

Am Münchner Flughafen hat sich der Flugbetrieb am Dienstagmorgen wieder normalisiert. Alle Starts und Landungen wurden seit den frühen Morgenstunden regulär durchgeführt, wie ein Sprecher des Flughafens erklärte. Das Orkantief "Sabine" hatte am Montag in Bayern das öffentliche Leben teils zum Erliegen gebracht und zu zahlreichen Ausfällen am Flughafen München geführt. Auch in Nürnberg und Memmingen kam es zu Ausfällen, aber in einem deutlich geringeren Umfang.

Etwa 80 von 1.000 Flügen am Münchner Airport sollten auch am Dienstag noch ausfallen. Dies sei Folge der Flugannullierungen vom Montag, als Crews und Flugzeuge auf andere Flughäfen ausweichen mussten.

+++ München: Müllabfuhr am Dienstag wieder im Einsatz +++

Nachdem die Münchner Müllabfuhr ihren Betrieb am Montag aussetzen musste, ist sie am Dienstag wieder im Einsatz. "Unsere Müllwerker_innen sind bestrebt, die Rückstände sobald wie möglich aufzuholen", sagt Sabine Schulz-Hammerl, 2. Werkleiterin des Abfallwirtschaftsbetriebs München (AWM). "Wenn es die Witterung zulässt, rechne ich damit, dass bis Anfang kommender Woche wieder normaler Betrieb herrscht." Münchner sollten beachten, dass sich die Leerungstage in dieser Woche verschieben könnten.

Auch die mobilen Mülleinsammeldienste wie Sperrmüllabholdienst, Giftmobil und Wertstoffmobil sind ab Dienstagmorgen wieder im Einsatz, ebenso ist der Entsorgungspark Freimann wieder geöffnet.

Ob auch die Wertstoffhöfe wieder geöffnet werden, war gegen 7 Uhr noch unklar. Bereits einzelne heftige Sturmböen könnten hier zu besonders gefährlichen Situationen führen. "Das muss auf alle Fälle vermieden werden," sagt Schulz-Hammerl, "denn die Sicherheit steht hier an allererster Stelle!" Wer am Dienstag dennoch an einen Wertstoffhof fahren möchte, sollte sich vorab auf der Internetseite des Abfallwirtschaftsbetriebs München informieren.

+++ Wetter in Bayern: Wie es nach "Sabine" weitergeht +++

Die Kaltfront von Orkantief "Sabine" hat Deutschland verlassen – das stürmische Wetter ist aber noch da. Vor allem in Baden-Württemberg und Bayern rückte die Feuerwehr in der Nacht auf Dienstag noch zu zahlreichen Einsätzen aus.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet damit, dass es in den nächsten Tagen stürmisch bleibt. Am Dienstag sei mit Schauern sowie mit stürmischen Böen und Sturmböen zu rechnen. Im Alpenvorland und in Hochlagen sind demnach sogar orkanartige Böen möglich.

Für München hat der DWD eine amtliche Warnung vor Sturmböen herausgegeben, die bis Dienstagabend (18 Uhr) anhalten soll, jedoch eine Stufe niedriger ist als noch am Vortag. Die Meteorologen gehen am Dienstag in der Landeshauptstadt von Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 65 km/h und 86 km/h aus. In exponierten Lagen können die Böen auch Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h erreichen.

S-Bahn München: Sturm sorgt für Probleme

+++ Wegen Sturm "Sabine": Leichte Probleme bei der S-Bahn +++

Bei der Münchner S-Bahn scheint es am Dienstag nicht ganz so schlimm zu werden wie noch am Vortag. Am Dienstagmorgen meldete die Deutsche Bahn lediglich zwei Streckensperrungen: So ist der Streckenabschnitt bei der S6 zwischen Tutzing und Starnberg gesperrt, einen Schienenersatzverkehr (SEV) mit Taxis wurde eingerichtet. Ebenfalls gesperrt ist der Abschnitt bei der S7 zwischen Wolfratshausen und Baierbrunn, hier besteht ein SEV mit drei Bussen.

Des Weiteren weist die Bahn darauf hin, dass die S-Bahnen des 10-Minuten-Takts der Linie S8 am gesamten Vormittag entfallen.

Für U-Bahn, Bus und Tram meldete die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) am Dienstagmorgen keine größeren Beeinträchtigungen.

+++ Sturm am Dienstag: Einschränkungen im Regionalverkehr +++

Die große Kaltfront von Sturmtief "Sabine" ist zwar mittlerweile über Bayern hinweggezogen, dennoch kann es auch am Dienstag weiterhin zu Sturmböen kommen. Bahnfahrer im Regionalverkehr müssen im Freistaat deswegen mit wetterbedingten Einschränkungen rechnen. Die Schwerpunkte lagen am Dienstagmorgen im Allgäu und südlich von München auf den Strecken Richtung Garmisch-Partenkirchen und Kochel am See, wie ein Bahnsprecher sagte. Hier wurde ein Ersatzverkehr mit Bus eingerichtet. Die Meridian-Züge zwischen München und Deisenhofen entfallen der Bayerischen Regiobahn GmbH zufolge voraussichtlich noch bis mittags.

Auch die Strecke der BOB zwischen Schaftlach und Tegernsee ist gesperrt, hier wurde ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Von Deisenhofen nach München ist die Strecke nur eingleisig befahrbar, die Züge fahren nur vereinzelt bis nach München. Fahrgäste können daher in Deisenhofen in die S-Bahn Richtung München umsteigen. Die Strecken zwischen Radersdorf und Schrobenhausen und Marktoberdorf und Lengenwang sind außerdem weiterhin gesperrt. Auch hier wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Ihren Fernverkehr wollte die Bahn am Dienstagmorgen in Bayern - genau wie im Rest Deutschlands - ohne größere Einschränkungen wieder aufnehmen. Am Vormittag seien einzelne Probleme aber nicht zu vermeiden, hieß es.

+++ Versicherung, Bahn, Flugausfälle: Was Sie jetzt wissen müssen +++

Der AZ-Service zu Sturm "Sabine": Wer haftet bei Sturmschäden, Flug- oder Zugausfällen? Die Antworten gibt es hier.

+++ Sturmbilanz der Münchner Feuerwehr +++

Sturmtief "Sabine" hat der Münchner Berufsfeuerwehr bis zum späten Montagnachmittag 222 Einsätze beschert, bis abends kamen noch zahlreiche weitere Einsätze dazu. Die Orkanböen sorgten dafür, dass mehrere Bäume umstürzten, Äste abknickten, Bauzäune umkippten und Planen sich lockerten. Von Mitternacht bis 16 Uhr riefen 1.300 Hilfesuchende die 112 an. Bei den Einsätzen blieb es glücklicherweise "nur" bei Sachschäden, Personen wurden nicht verletzt.

+++ Tierpark Hellabrunn ohne größere Schäden +++

Im Tierpark Hellabrunn hat Sturm "Sabine" bisher keine größeren Schäden verursacht. Aufgrund der Orkanwarnung war Hellabrunn zur Sicherheit von Besuchern, Tieren und Mitarbeitern geschlossen. Da für Montagnacht weitere Orkanböen vorherhergesagt werden, wird erst am Dienstagmorgen beschlossen, ob wieder geöffnet wird.

+++ Betrieb am Flughafen läuft wieder an +++

Der Flughafen München teilt am späten Montagnachmittag mit, dass der Flugbetrieb langsam wieder aufgenommen wird. Es kann dennoch im weiteren Verlauf noch zu Beeinträchtigungen kommen. Passagiere werden gebeten, sich vor der Anfahrt zum Flughafen über den Status ihres Fluges zu informieren.

+++ Erste Sturm-Bilanz der Deutschen Bahn +++

Wie die Deutsche Bahn mitteilt, haben die Einsatzkräfte der DB Netz am Montag alleine in Bayern an mehr als 100 Schadstellen gearbeitet, die in Folge des Sturmtiefs entstanden sind. Der wohl häufigste Einsatzgrund waren Bäume, die auf Oberleitungen oder die Gleise gestürzt sind.

Die Bahn weist darauf hin, dass es noch bis Dienstag zu Zugausfällen und Verspätungen kommen kann. Vor allem die Strecken im Werdenfels und im Allgäu sind noch von den Sturmböen betroffen.

München: Schule findet am Dienstag statt

+++ Stadt München teilt mit: Schule findet am Dienstag statt +++

Am Montag ist an allen Schulen in München der Unterricht ausgefallen. Wie die Stadt nun mitgeteilt hat, findet der Unterricht am Dienstag jedoch wieder regulär statt. Die Kindertagesstätten sind und bleiben geöffnet.

Eine der wenigen Ausnahmen ist die Erich Kästner Grund- und Mittelschule in Höhenkirchen-Siegertsbrunn, die wegen Sturmschäden (siehe Beitrag unten) auch am Dienstag geschlossen bleibt.

In anderen Teilen Bayerns fällt der Unterricht jedoch auch am Dienstag aus, wie beispielsweise in Passau, im Landkreis Freyung-Grafenau oder im Landkreis Rottal-Inn. Das hat bayerische Staatministerium für Unterricht und Kultus am Montagnachmittag mitgeteilt. Aber auch in anderen Landkreisen könnte der Unterricht noch kurzfristig ausfallen, sagte ein Sprecher des Ministeriums.

Bei Sturm, Schnee oder starkem Regen kann der Schulbetrieb in einzelnen Regionen eingestellt werden. Die Entscheidung treffen die lokalen Koordinierungsgruppen Schulausfall für alle öffentlichen Schulen des jeweiligen Landkreises oder der kreisfreien Stadt. An den meisten Schulen findet bei Unterrichtsausfall eine Notbetreuung für Kinder und Jugendliche statt, die von ihren Eltern nicht anderweitig versorgt werden können.

+++ S-Bahn München: Schienenersatzverkehr (SEV) eingerichtet +++

Da es auf einigen Streckenabschnitten noch zu Problemen kommt, hat die Deutsche Bahn auf mehreren S-Bahnlinien einen Schienenersatzverkehr (SEV) eingerichtet. Folgende Linien und Strecken sind betroffen:

  • S2 Petershausen - Dachau
  • S3 Mammendorf - Pasing
  • S4 Geltendorf - Pasing
  • S6 Tutzing - Starnberg
  • S7 Wolfratshausen - Baierbrunn
  • S7 Kreuzstraße - Hohenbrunn

+++ Sturmböen schleudern Dach von Schule in den Hof +++

Der Unterricht an den Münchner Schulen ist am Montag wegen des Sturms ausgefallen. So auch an der Erich Kästner Grund- und Mittelschuler in Höhenkirchen-Siegertsbrunn (Lkr. München) – zum Glück! Denn Orkanböen haben ein großes Blechdach vom dreistöckigen Schulgebäude nach unten in den Hof geschleudert. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Die Feuerwehren aus Höhenkirchen, Siegertsbrunn und Feldkirchen deckten das Dach gemeinsam mit einem Handwerkerbetrieb nötdürftig mit Teerpappe ab.

+++ Update zum Regionalverkehr in Bayern +++

Beim Meridian ist der Betrieb auf der Strecke Salzburg/Kufstein - Rosenheim - München wieder angelaufen. Die Strecke München - Holzkirchen - Rosenheim ist wegen der beschädigten Oberleitung jedoch weiterhin gesperrt. Hier kann der Betrieb der Bayerischen Regiobahn GmbH zufolge frühestens wieder am Dienstag aufgenommen werden.

Bei der BOB fahren die Züge auf der Strecke Bayrischzell/Tegernsee/Lenggries - Holzkirchen wieder. Eine Weiterfahrt nach München ist jedoch noch nicht möglich. Aktuell prüfen die Verantwortlichen, ob es eine Möglichkeit gibt, bis nach Deisenhofen zu fahren, um den Fahrgästen dort den Umstieg auf die S-Bahn in Richtung Ostbahnhof zu ermöglichen.

Lesen Sie dazu auch: Sturm-Stopp bei der Bahn - die Strategie dahinter

+++ Deutsche Bahn: Fernverkehr in Bayern läuft wieder +++

Die Deutsche Bahn hat den Betrieb auf zahlreichen Strecken wieder aufgenommen – auch die Strecken des bayerischen Fernverkehrs sind wieder frei. Aktuell finden viele Erkundungsfahrten im Netz statt, um verursachte Schäden an der Infrastruktur festzustellen. Umgestürzte Bäume blockierten und blockieren die Gleise auf mehr als 20 Stellen in Bayern.

Weiterhin ohne Zugverkehr sind die Strecken im Allgäu, im Werdenfels sowie rund um Hof/Oberpfalz.

+++ Experte: "Sabine" wäre im Sommer folgenreicher gewesen +++

Das Sturmtief "Sabine" hätte in den Sommermonaten möglicherweise deutlich schwerwiegendere Folgen gehabt. Guido Wolz vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in München erklärte, es sei bekannt, dass Sommerstürme die Bäume leichter entwurzeln. "Wenn die Bäume kein Laub tragen, sind sie weniger anfällig", erklärte er. Ein ähnlich starker Sturm wie am Montag hätte im Sommer vermutlich wesentlich mehr Bäume umgeworfen.

München: S-Bahnen fahren wieder auf der Stammstrecke

+++ S-Bahn München: Verkehr auf allen Linien +++

Um 14.25 Uhr teilte die Deutsche Bahn mit, dass mittlerweile wieder jede S-Bahnlinie den Verkehr aufgenommen hat. Lediglich bei der S2 in Richtung Erding kommt es wegen eines gesperrten Streckenabschnitts noch zu Problemen. Nach anfänglichen Problemen fahren nun auch die S6 und S8 wieder.

+++ Etliche Schlossanlagen geschlossen - Englischen Garten meiden +++

Die Bayerische Schlösserverwaltung hat aufgrund des Sturms viele Parkanlagen und Schlossgärten geschlossen.

Zwar hat das Schloss Neuschwanstein weiterhin geöffnet, der Bus- und Kutschenverkehr wurde jedoch vorsichtshalber eingestellt. Auf der Herreninsel bleiben das Neue und Alte Schloss Herrenchiemsee geschlossen, der Fährbetrieb ist eingestellt. Auch die Schifffahrt am Königssee ist am Montag und Dienstag eingestellt. Schloss Dachau und die Schlossanlage Schleißheim sind montags generell geschlossen. Am Schloss Dachau sowie am Neuen Schloss Schleißheim sind Sturmschädchen entstanden. Auch die Burg Trausnitz ist wegen Sturmschäden geschlossen.

In Nymphenburg ist der Schlosspark am Montag und Dienstag geschlossen. Schloss Linderhof und der Schlosspark Linderhof sind gesperrt, ebenso der Hofgarten Würzburg, der Hofgarten Veitshöchheim, der Hofgarten Ansbach sowie der Park Feldafing.

Zudem rät die Schlösserverwaltung davon ab, den Englischen Garten sowie andere öffentliche Grünanlagen zu betreten.

+++ Erneute Probleme bei der S2 +++

Der Deutschen Bahn zufolge kommt es auf der S2 München Ost - Erding erneut zu Problemen. Der Streckenabschnitt zwischen Ottenhofen - Altenerding ist aktuell gesperrt. Die Züge vom Ostbahnhof wenden vorzeitig in Markt Schwaben.

+++ S-Bahn München: Weitere Linien nehmen Verkehr auf +++

Immer mehr S-Bahnlinien verkehren mittlerweile wieder in München: Neben der S1 und S2 sind mittlerweile auch wieder die S3 Deisenhofen-Pasing, die S4 Grafing Bahnhof - München Pasing und die S7 Höllriegelskreuth - Hohenbrunn auf dem Netz unterwegs. Bei sämtlichen Linien kann es jedoch noch immer zu erheblichen Verzögerungen kommen.

Zu den Linien S6, S8 und S20 gibt es noch keine neuen Informationen.

+++ Landkreis Altötting: Sturm deckt Flachdach teilweise ab +++

In Töging am Inn (Lkr. Altötting) hat der Sturm das Flachdach eines Hauses teilweise abgedeckt. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

+++ S-Bahn München: Verkehr teilweise wieder aufgenommen +++

Gegen 12.50 Uhr teilte die Deutsche Bahn mit, dass der Zugverkehr vereinzelt wieder aufgenommen wurde. So fährt die S1 Freising/München Flughafen wieder – trotzdem müssen sich Fahrgäste weiterhin auf erhebliche Verzögerungen einstellen. Bei der S2 Altomünster - Erdweg hat die Bahn einen Pendelverkehr mit einer S-Bahn eingerichtet. Auch die S2 vom Ostbahnhof in Richtung Erding fährt wieder auf dem Regelweg. Der zuvor schon angekündigte Pendelverkehr auf der Stammstrecke bleibt bis auf Weiteres bestehen.

Die Bahn führt derzeit Erkundungsfahrten auf dem Schienennetz durch, um sich ein Bild vom Zustand der Bahnanlagen zu machen. "Zudem arbeiten wir mit Hochdruck an der Schadensbehebung", teilt die DB mit. Bei den Schäden handelt es sich hauptsächlich um Bäume, die auf die Gleise oder Oberleitungen gestürzt sind.

+++ Sturm sorgt für Probleme bei Meridian und BOB +++

Nicht nur die Münchner S-Bahn ist vom Sturm betroffen, auch der Regionalverkehr im Umland ist beeinträchtigt. So ist die aktuelle Lage bei Meridian und BOB:

  • Meridian: Auf der Strecke Holzkirchen - Rosenheim wurde durch einen umstürzenden Baum die Oberleitung abgerissen. Daher ist auf diesem Abschnitt derzeit kein Zugverkehr möglich. Ein Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen wird eingerichtet. Die Busse fahren im Pendel ohne festen Fahrplan, da auch auf den Straßen mit Sperrungen und Verzögerungen gerechnet werden muss. Auf den Strecken Salzburg/Kufstein - Rosenheim - München wird der Zugbetrieb wieder aufgenommen. Der erste Meridian ab Salzburg startet dort um 13.02 Uhr, in Kufstein um 13.13 Uhr. Fahrgäste aus Kufstein müssen dann in Rosenheim in den Salzburger-Zug zur Weiterfahrt nach München umsteigen.

  • BOB: Die Strecke Holzkirchen - München ist nach wie vor gesperrt. Erkundungsfahrten im Oberland finden wieder ab 13 Uhr statt. Danach wird entschieden, ob der Betrieb auf den Strecken Bayrischzell/Lenggries/Tegernsee - Holzkirchen wieder starten kann.

Polizei mit erster Sturm-Bilanz: Keine Verletzten

+++ Erste Bilanz der Münchner Polizei – Keine Verletzten +++

Um 12 Uhr hat die Münchner Polizei eine erste Zwischenbilanz veröffentlicht: Demnach gab es bis zum Mittag 93 Einsätze wegen Sturmschäden und 69 Einsätze aufgrund von Gefahrenstellen – in den meisten Fällen hat es sich dabei um umgestürzte Bäume gehandelt. Bislang sind bei der Polizei noch keine Meldungen über verletzte Personen eingegangen.

+++ Sturm "Sabine": Keine Abflüge mehr am Münchner Flughafen +++

Der Flughafen München hat wegen des Sturmtiefs "Sabine" am Montagmorgen einen Abfertigungsstopp verhängt.

Seit etwa 7.45 Uhr wurden keine Flugzeuge am Boden mehr be- oder entladen, wie ein Sprecher sagte. Nachdem es zunächst noch vereinzelte Landungen gegeben hatte, kam der Flugverkehr später komplett zum Erliegen.

Insgesamt waren am Nachmittag schon 630 von 1.050 Flügen annulliert worden die eigentlich am Montag in München hätten starten und landen sollen, sagte der Sprecher. Sobald der Sturm nachlasse und eine Abfertigung wieder gefahrlos möglich sei, solle sie wieder aufgenommen werden. Wann das der Fall sein würde, war am Nachmittag noch unklar. Die Windstärke müsse die Grenze von 50 Knoten (etwa 92 Stundenkilometer) unterschreiten, sagte ein Sprecher. Dann dürften die ersten Fahrzeuge wieder über das Rollfeld fahren.

Am Allgäu Airport in Memmingen kommt es wegen des Sturms zu Flugverspätungen. Die Landungen zweier Maschinen mussten zudem nach Bergamo in Italien umgeleitet werden, wie eine Sprecherin am Montag sagte. Dabei handelt es sich um einen Ryanair-Flug aus London-Stansted und eine Wizzair-Maschine vom rumänischen Flughafen Sibiu. Am Morgen hatte der Flugbetrieb laut Sprecherin planmäßig stattgefunden. Passagieren wird geraten, sich rechtzeitig vor Abflug an die entsprechende Airline zu wenden.

+++ Noch immer kein S-Bahnbetrieb in München +++

Der S-Bahnbetrieb in München bleibt weiterhin eingestellt. Noch ist unklar, wann der Verkehr auf der Stammstrecke wieder freigegeben wird – die Sperrung bleibt bis auf Weiteres bis 12 Uhr erhalten, danach möchte die Deutsche Bahn weitere Infos bekannt geben.

Ein Blick auf die Live-Karte zeigt: Tatsächlich ist keine einzige S-Bahn auf der Stammstrecke unterwegs. Sturm "Sabine" bringt Münchens Nahverkehr beinahe vollständig zum Erliegen!

+++ Sturm "Sabine": Die Lage an den bayerischen Unis +++

Wegen Sturmtief "Sabine" sind an einigen bayerischen Universitäten die Lehrveranstaltungen ausgefallen. Die Staatsexamensprüfungen werden jedoch wie geplant stattfinden, wie ein Sprecher des Kultusministeriums am Montag sagte. Nur wenn Betroffene den Prüfungsraum nachweislich nicht gefahrlos oder wegen Zugausfällen erreichen könnten, werde ein Fernbleiben genehmigt und ein zeitnaher Nachholtermin organisiert. Prüflinge, die bis zu einer Stunde nach Prüfungsbeginn erschienen, würden die volle Bearbeitungszeit erhalten. Das Kultusministerium rät, sich für weitere Informationen an die jeweilige Außenstelle des Prüfungsamts zu wenden.

Handelt es sich um Prüfungen, die nicht zentral vom Kultusministerium geregelt werden, entscheidet die jeweilige Universität. An der Technischen Universität München oder der Universität Bayreuth fallen beispielsweise alle Prüfungen laut Homepage aus. Prüfungen etwa an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, der Universität Passau oder der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt finden nach Angaben der Unis statt.

+++ DWD: Sturm "Sabine" mit rekordverdächtigen Werten +++

Sturm "Sabine" hat in tiefen Lagen rekordverdächtige Werte erreicht.

Bei Fürstenzell im niederbayerischen Landkreis Passau wurden nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) 154 Stundenkilometer gemessen. "Das ist in solchen Tieflagen eine absolute Spitze", sagte der Meteorologe vom Dienst, Martin Schwienbacher, am Montag. Über den Großen Arber, mit 1.455 Metern höchster Berg des Bayerischen Waldes, fegte der Orkan mit bis zu 161 Stundenkilometern – bisher die stärkste Böe in Bayern. Auf Deutschlands höchstem Berg, der 2.962 Meter hohen Zugspitze, registrierte die dortige Messstation 158 Stundenkilometer.

"Sabine" komme zumindest in Bayern ziemlich nahe an den Sturm "Kyrill" heran, der im Januar 2007 schwere Schäden verursacht hatte, sagte Schwienbacher. Damals waren im Flachland in Bayern 144 Stundenkilometer und auf der Zugspitze knapp über 180 km/h gemessen worden.

Allerdings ist "Sabine" noch nicht durch. "Es kommt am Mittag im Süden Bayerns noch zu Windspitzen mit Orkanstärke", sagte Schwienbacher. Das bedeutet Windstärken ab 120 Stundenkilometern. Im Norden sei das Schlimmste vorbei. Aber: "Am Nachmittag kommen Schauer herein, an diesen Schauern geht der Wind punktuell stark nach oben."

+++ Deutsche Bahn: Fernverkehr läuft langsam wieder an +++

Die Deutsche Bahn hat den Verkehr langsam wieder aufgenommen – die ersten Züge starteten gegen 10 Uhr im Norden Deutschlands. Schrittweise wird der Verkehr nun auch in anderen Regionen aufgenommen.

Bayern und Baden-Württemberg sind aktuell am stärksten von "Sabine" betroffen – am Münchner Hauptbahnhof fuhr der erste Fernverkehrszug gegen 11 Uhr ein. Gegen 11.20 Uhr soll dieser in Richtung Essen und Dortmund abfahren.

+++ Feuerwehr im Dauereinsatz +++

Die Feuerwehr ist wegen des Sturms im Dauereinsatz. So beispielsweise auch in der Nähe von Neubiberg, als ein Baum am Waldheimplatz auf ein Haus zu fallen drohte. Mit einem Kran haben die Einsatzkräfte den Baum schließlich abgetragen.

+++ Münchner Friedhöfe bleiben geschlossen +++

Wegen des Sturms bleiben sämtliche Friedhöfe in München am Montag geschlossen! Das teilte die Stadt in einem offiziellen Statement mit. "Die Schließung erfolgt als reine Vorsichtsmaßnahme gegen unvorhergesehenen Astbruch und die Umsturzgefahr von Bäumen", schreibt die Stadt in der Mitteilung.

Beerdigungen wurden abgesagt, alleine auf den Friedhöfen in München waren am Montag eigentlich 30 Beerdigungen und Trauerfeiern geplant.

Wegen Sturm Sabine: Keine S-Bahnen in München!

+++ S-Bahnverkehr bis voraussichtlich 12 Uhr eingestellt +++

Auf den Anzeigetafeln an den S-Bahnhöfen ist zu lesen, dass der S-Bahnverkehr in München bis voraussichtlich 12 Uhr eingestellt wird! Zuvor hat die Deutsche Bahn mitgeteilt, dass die S-Bahnen wahrscheinlich bis 10 Uhr ausfallen werden.

+++ BOB plant Leerfahrt nach München +++

Die Bayerische Oberlandbahn plant, demnächst einen leeren Zug von Holzkirchen nach München zu schicken. Dabei wollen die Verantwortlichen überprüfen, welche Schäden auf der Strecke vorliegen.

+++ Flughafen Nürnberg trotz Sturms in Betrieb +++

Trotz des Orkantiefs "Sabine" ist der Betrieb am Flughafen Nürnberg am Montag normal angelaufen. Am Morgen sei lediglich die Abfertigung vorübergehend ausgesetzt worden, sagte ein Sprecher. Zunächst seien 26 Flüge abgesagt worden. Passagiere sollten sich bei den Airlines oder auf der Webseite des Flughafens über den Status ihres geplanten Fluges informieren.

+++ Verbraucherzentrale: Videos oder Fotos von Sturmschäden machen +++

Versicherte sollten Schäden durch das Orkantief "Sabine" mit Fotos oder Videos dokumentieren. Es sei wichtig, sie möglichst detailliert festzuhalten und umgehend und wahrheitsgetreu an die Versicherung zu melden, sagte der Versicherungsexperte der Verbraucherzentrale Bayern, Sascha Straub, am Montag.

Die Verbraucherzentrale Bayern rechnet vielerorts mit erheblichen Schäden. "Wichtig ist, diese der richtigen Versicherung zu melden", betont Straub. Schäden am Haus durch den Sturm könnten durch eine Wohngebäudeversicherung abgedeckt sein, gehe es um Hausrat, komme die Hausratsversicherung in Betracht. Fallen Dachziegel oder Äste auf parkende Autos, ist es dagegen die Kaskoversicherung des Fahrzeugs, und für Schäden durch eventuelle Hochwasser oder Starkregen kann eine Elementarschadenversicherung aufkommen.

Sturm: Müllabfuhr in München ist nicht unterwegs

+++ Keine Mülltonnenleerung, Wertstoffhöfe geschlossen +++

Der Abfallwirtschaftsbetrieb München teilt mit, dass die Mülltonnen wegen des Sturms nicht geleert werden. Auch die Wertstoffhöfe in der Stadt bleiben geschlossen. Wer Fragen hat, kann sich unter 089 23396200 beim AWM-Infocenter melden.

"Die Sicherheit unserer Mitarbeiter_innen sowie der Münchner Bevölkerung geht in diesem Fall eindeutig vor", so Sabine Schulz-Hammerl, Zweite Werkleiterin des AWM. "Die Abfall- und Wertstofftonnen können von den Orkanböen erfasst und damit zu gefährlichen Geschossen werden. Das gleiche gilt für umherfliegende Abfälle und Sperrmüll auf den Höfen. Sobald wir die Gefahrenlage besser einschätzen können werden wir informieren, wann die Entsorgung wieder gewährleistet werden kann."

Der AWM wird die Mülltonnenleerungen dann sukzessive nachholen, wodurch es zu Verschiebungen bei den Leerungstagen kommen kann.

+++ München: Probleme bei Bus, Tram und U-Bahn +++

Der ÖPNV in München ist besonders vom Sturm betroffen. Auf der Buslinie 62 ist es wegen eines Feuerwehreinsatz im Bereich des S-Bahnhofs Hirschgarten zu Beeinträchtigungen gekommen. Der Linienweg zwischen dem Bahnhof und der Wilhelm-Hale-Straße war unterbrochen. Der MVG zufolge wurde die Störung mittlerweile behoben.

Bei der U6 können die U-Bahnen auf dem oberirdischen Streckenabschnitt, also zwischen Studentenstadt und Garching-Forschungszentrum, nur mit verminderter Geschwindigkeit fahren. Deshalb und wegen einer vorangegangenen Fahrzeugstörung kommt es hier aktuell zu erheblichen Verspätungen.

+++ Olympiaturm bleibt geschlossen +++

Wie die Verwaltung des Olympiaparks am Montagmorgen mitteilte, bleibt der Olympiaturm wegen des Sturms vorerst bis 16 Uhr geschlossen. Ob er danach nochmal geöffnet wird, entscheiden die Verantwortlichen recht spontan je nach Wetterlage.

+++ Kein Zugverkehr in Bayern +++

In Bayern ist bis auf Weiteres kein Zugverkehr möglich. Wie die Deutsche Bahn (DB) mitteilt, blockieren umgestürzte Bäume mehrere Bahnstrecken im Freistaat. Der Großraum München ist besonders betroffen, doch auch im Allgäu gibt es etliche Störungsmeldungen. "Solange der Sturm noch in voller Stärke über Bayern unterwegs ist, wird der Zugverkehr weiterhin nicht rollen können", schreibt die DB in ihrem Statement.

+++ S-Bahnen in München fahren nicht mehr +++

Auf der Stammstrecke zwischen Pasing und Ostbahnhof gibt es nur noch Pendelbetrieb! Laut Deutscher Bahn ist der S-Bahnverkehr im Großraum München wegen des Sturms "großflächig" eingestellt worden. Um 8.40 Uhr teilte die Bahn mit, dass die S-Bahnen an den Außenästen an die nächstgelegene Station fahren und dort enden.

+++ Kein Tramverkehr zwischen Scheidplatz und Stachus +++

Auf der Linie 28 verkehren im Abschnitt Scheidplatz und Karlsplatz (Stachus) in beide Richtungen teilweise Busse statt Trambahnen. Am Sendlinger Tor kann die Bushaltestelle allerdings nicht bedient werden. Zwischen Stachus und Sendlinger Tor sollen Fahrgäste auf die Tramlinien 16, 17, 18 und 27 ausweichen. In Richtung Scheidplatz bedient der Bus die (H) der Nachtbuslinien N40/N41/N45 (östliche Sonnenstraße vor dem Brunnen).

+++ Zwischen Dachau und Petershausen fahren keine Züge +++

Die Züge zwischen Dachau und Petershausen verkehren derzeit nicht. Der Grund für die Störung ist noch unbekannt. 

+++ S7 zwischen Ebenhausen-Schäftlarn und Baierbrunn gesperrt +++

Ein Baum im Gleis sorgt auf der Linie S7 zwischen Ebenhausen-Schäftlarn und Baierbrunn für eine Streckensperrung. Die S-Bahnen Richtung Wolfratshausen verkehren bis Ebenhausen-Schäftlarn und enden dort vorzeitig. Die S-Bahnen Richtung München Ost verkehren bis Baierbrunn.

+++ Einschränkung bei den öffentlichen Verkehrsmitteln in München +++

Zwar werde der S-Bahnverkehr am Montagmorgen regulär aufgenommen, dennoch werden die S-Bahnen des 10-Minuten-Takts der Linien S2 Dachau/S3 Maisach/Deisenhofen und S8 Germering-Unterpfaffenhofen/Weßling entfallen. Auch bei fast allen Tramlinien und Buslinien kommt es witterungsbedingt zu Beeinträchtigungen. Die MVG teilt mit: "Es ist mit Verspätungen sowie vereinzelten Fahrzeugausfällen und vorzeitigen Wendungen zu rechnen."

Tierpark Hellabrunn bleibt wegen Sturm Sabine geschlossen

+++ Tierpark Hellabrunn bleibt geschlossen +++

Auch der Tierpark Hellabrunn zieht Konsequenzen aus dem Sturm und bleibt am Montag. Durch den großen Baumbestand auf dem Gelände ist die Gefahr groß, dass Sturm "Sabine" diese entwurzelt oder Äste herabfallen. Auch einige Tiere werden am Montag in ihrem Gehege bleiben.

+++ Bahn stellt Fernverkehr bis 10 Uhr am Montag ein +++

Der Fernverkehr der Deutschen Bahn ist eingestellt. Erst im Laufe des Vormittags am Montag (circa 10 Uhr) sollen die ersten Verbindungen wieder aufgenommen werden. Fahrgäste müssen sich den ganzen Tag über auf Behinderungen und Ausfälle einstellen. Auch der Fernverkehr von und nach München ist davon betroffen.

Die Münchner Polizei warnt derweil vor erhöhtem Verkehrsaufkommen, auch aufgrund des Bahnausfalls.

+++ In München und dem Umland keine Schule am Montag +++

In der Stadt München, im Landkreis München sowie in allen weiteren oberbayerischen Landkreisen fällt am Montag flächendeckend der Unterricht aus. Das hat die Regierung von Oberbayern am Sonntagabend beschlossen. Grund ist Sturmtief "Sabine". Lehrkräfte haben, soweit es die Witterungsverhältnisse zulassen, ihren Dienst anzutreten. In der Landeshauptstadt München sind die städtischen Kindertagesstätten geöffnet, aus Sicherheitsgründen werden keine Aufenthalte im Freien oder Ausflüge stattfinden. Es liegt im Ermessen der Eltern, ob sie ihre Kinder in die städtische Kita bringen möchten.

+++ Prüfungen fallen wegen Sturmtief "Sabine" aus +++

Nicht nur an den Schulen sorgt das Sturmtief für Probleme, auch an den Münchner Universitäten kommt es wegen "Sabine" zu Abweichungen. An TU und der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der LMU fallen wegen des Sturms die für Montag angesetzten Klausuren aus. Da viele Studierende aufgrund der Bahnausfälle Probleme bei der Anreise haben dürften, lassen die Universitäten die Prüfungen ausfallen. Ersatztermine sollen so schnell wie möglich bekannt gegeben werden.

+++ Wegen Sturmtief "Sabine": Keine Schule in ganz Bayern am Montag +++

In sämtlichen bayerischen Schulen wird es am Montag keinen Unterricht geben. Die Bestätigung hierfür ergibt sich aus dem "Meldesystem für witterungsbedingten Unterrichtsausfall" des bayerischen Kultusministeriums und aus Pressemitteilungen einzelner Landkreise und Regierungsbezirke. Lehrer müssen, soweit es die Witterungsverhältnisse zulässt, ihren Dienst dagegen regulär antreten. An den meisten Schulen soll eine Notbetreuung eingerichtet werden für Schüler, die von ihren Eltern nicht anderweitig versorgt werden können, sagte ein Sprecher des Kultusministeriums.

+++ Beeinträchtigungen wegen Sturmtief "Sabine": Bahn richtet Servicehotline ein +++

Am Sonntag hat die Deutsche Bahn eine kostenlose Servicehotline geschaltet, unter der sich Reisende über die aktuelle Verkehrslage und Auswirkungen des Sturmtiefs auf den Bahnverkehr informieren können. Die Nummer lautet 08000 99 66 33.

+++ Sturmtief "Sabine": Bahn stellt bereits Fernverkehr in NRW ein +++

Wegen des Sturmtiefs "Sabine" hat die Deutsche Bahn den Fernverkehr in Nordrhein-Westfalen eingestellt. Das teilte die Bahn am Sonntag auf Twitter mit. Sukzessive solle der Fernverkehr bundesweit eingestellt werden. Man habe sich entschieden, "beginnend in NRW nach und nach alle Züge des Fernverkehrs bundesweit an größeren Bahnhöfen enden zu lassen", schrieb die Bahn in ihrem für den Sturm eingerichteten Presseblog.

+++ Orkanböen in Bayern erwartet: So sehr ist der Flugverkehr betroffen +++

Flugreisende, die am Sonntagabend und Montag von München abfliegen wollen, müssen sich wegen des Sturmtiefs "Sabine" auf teils massive Einschränkungen einstellen. "Es wird definitiv Ausfälle und Verspätungen geben", sagte ein Sprecher am Sonntagnachmittag. Der Sturm könnte noch massive Beeinträchtigungen haben. Da ab einer bestimmten Windgeschwindigkeit Arbeiten auf dem Flugfeld eingestellt werden müssen, könnte der Betrieb dort durch den Sturm zeitweise zum Erliegen kommen. So müsste dann etwa das Betanken oder Beladen von Flugzeugen ausgesetzt werden.

+++ Sturmtief "Sabine": Erste Auswirkungen auf den Verkehr +++

Das von Norden in den Freistaat hereinziehende Sturmtief "Sabine" hat am Sonntag zu ersten Auswirkungen auf den Verkehr geführt. Am Flughafen München waren am Sonntag bereits 110 Flüge ausgefallen, sagte ein Sprecher. Meist habe es sich um Flüge gehandelt, die in Richtung Norden geplant gewesen seien und die gar nicht erst hätten gestartet werden können.

Wie viele Flüge am Sonntag und Montag ausfallen, hänge von Entscheidungen der Fluglinien ab. Auch am Flughafen Nürnberg wurden bereits am Sonntag einzelne Flüge annulliert. "Wird der Wind zu stark, muss der Betrieb auf dem Flugfeld aus Sicherheitsgründen eingestellt werden. Dadurch könnte es zu einem Abfertigungsstopp kommen", sagte ein Flughafensprecher in München.


Sturmtief "Sabine" erreicht München: Das müssen Sie wissen

Den Sturm in der vergangenen Woche hat München noch vergleichsweise glimpflich überstanden. Deutlich ungemütlicher wird es in ganz Deutschland zum Start in die neue Woche. Während der Deutsche Wetterdienst (DWD) für Nord- und Westdeutschland schon ab Sonntagvormittag Unwetterwarnungen der Stufe 3 herausgegeben hat, wird erwartet, dass der schwere Sturm "Sabine" in der Nacht zum Montag München erreicht. Die Vorwarnung für den Landkreis gilt ab 2 Uhr nachts.

Dagegen warnte der DWD für die Höhen des Bayerischen Waldes oberhalb von 1000 Metern bereits ab 22.00 Uhr sowie für die Alpen in Lagen über 2000 Metern ab 18.00 Uhr vor extremen Orkanböen. "Sabine" ist laut DWD ein Winterorkan wie er etwa alle zwei Jahre vorkommt. So stark wie "Kyrill" (2007) oder "Lothar" (1999) werde "Sabine" nicht.

Sturmtief "Sabine": Deutsche Bahn stellt Fernverkehr ein

Wegen des Sturmtiefs "Sabine" hat die Deutsche Bahn den Fernverkehr in Nordrhein-Westfalen eingestellt. Das teilte die Bahn am Sonntag auf Twitter mit. Sukzessive solle der Fernverkehr bundesweit eingestellt werden. Man habe sich entschieden, "beginnend in NRW nach und nach alle Züge des Fernverkehrs bundesweit an größeren Bahnhöfen enden zu lassen", schrieb die Bahn in ihrem für den Sturm eingerichteten Presseblog.

Im Regionalverkehr waren zuvor bereits mehrere Strecken gesperrt worden, weil umgestürzte Bäume die Gleise blockiert hatten. Auch für Autofahrer sorgte "Sabine" für Komplikationen: Mehrere Bundes- und Landstraßen waren schon am Nachmittag nicht mehr problemlos befahrbar, weil Bäume im Weg lagen.

An den großen deutschen Flughäfen wie Frankfurt oder Düsseldorf wurden am Sonntag etliche Flüge gestrichen. Die Airline Eurowings stellte ihren Betrieb für die Dauer des Sturms fast vollständig ein.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte für große Teile Deutschlands die zweithöchste Unwetterwarnstufe ausgerufen. In der Nacht rechnen die Wetterexperten mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern. Durch das Unwetter könnten laut DWD Bäume entwurzelt werden oder Dachziegel auf die Straße fliegen. Auch größere Schäden an Gebäuden könne es geben.

Etliche Fährverbindungen zu den Nordseeinseln wurden eingestellt. Und auch Fußballspiele fielen aus, etwa das rheinische Bundesliga-Derby Mönchengladbach gegen Köln.

Sturmtief "Sabine": Orkanböen mit deutlich über 100 km/h

Dem DWD zufolge legt der Sturm, je weiter er nach Süden wandert, immer weiter an Geschwindigkeit zu. Die Meteorologen gehen von "schweren Sturmböen" aus. Weil zeitgleich auch eine Kaltfront von Nordwest nach Südost zieht, sind ebenfalls Orkanböen wahrscheinlich. Dann kann der Sturm mit Geschwindigkeiten von bis zu 130 km/h über München hinwegfegen. In Hochlagen können es sogar bis zu 160 km/h sein.

Sturmtief Sabine: Verkehrsbehinderungen am Sonntag wahrscheinlich

Wetter-Experten gehen davon aus, dass der Sturm für etliche Verkehrsbehinderungen sorgen wird – sowohl bei der Bahn als auch auf der Straße oder am Flughafen. "Ein großes Problem ist, dass der Sturm auf geschwächte Bäume trifft. Sie sind bundesweit durch die Dürre der letzten beiden Jahre massiv geschwächt oder bereits abgestorben. Orkanböen haben diese Bäume nichts mehr entgegenzusetzen. Es ist zu befürchten, dass sie reihenweise umfallen und verbreitet zu Verkehrsbehinderungen führen", fasst so beispielsweise Matthias Habel von "WetterOnline" zusammen.

Deutsche Bahn: Fahrgäste sollten Reise wegen Sturm "Sabine" verschieben

Am Freitagabend und auch am Samstag hat die Deutsche Bahn (DB) selbst auch auf den bevorstehenden Sturm hingewiesen und mögliche Beeinträchtigungen angekündigt. "Es ist davon auszugehen, dass auch der Regional- und S-Bahnverkehr in Bayern davon betroffen sein wird", schreibt die Bahn in ihrem offiziellen Statement. Die DB geht im Vorfeld sogar so weit, dass sie den Fahrgästen zwischen Sonntag und Dienstag empfehlen, "ihre geplante Reise auf einen anderen Tag zu verschieben".

Alle Tickets des Fernverkehrs für die Reisetage von 9. bis einschließlich 11. Februar behalten demnach ihre Gültigkeit und konnten bereits ab Samstag bis mindestens Dienstag, 18. Februar genutzt werden: "Sie können die Tickets entweder kostenfrei stornieren oder von Samstag, 08.02.2020, bis eine Woche nach Störungsende flexibel nutzen. Dies gilt auch für zuggebundene Tickets. Sie können Ihre Sitzplatzreservierungen gebührenfrei umtauschen."

Auch am Flughafen München hat "Sabine" Auswirkungen. Am Sonntagnachmittag wurden bereits ca. 80 Flugverbindungen gestrichen. Wenn der Sturm am Montagmorgen über München steht, dürfte es zu weiteren Beeinträchtigungen kommen oder der Flugverkehr sogar zeitweise ganz zum Erliegen kommen. Meist habe es sich um Flüge gehandelt, die in Richtung Norden geplant gewesen seien und die gar nicht erst hätten gestartet werden können.

Die Meteorologen warnen vor umherfliegenden Gegenständen: "Bei Böen von 130 km/h sind selbst kleine und leichte Gegenstände gefährlich. Vor dem Sturm sind lose Gegenstände wie Gartenmöbel, Blumentöpfe, Mülltonnen oder auch Trampoline zwingend zu sichern", so Habel. Auch im Umfeld von Baustellen ist erhöhte Vorsicht geboten – der Sturm könnte dafür sorgen, dass Bauzäune und Baumaterial durch die Gegend fliegen.

Autobesitzer sollten ihren Wagen in der Nacht auf Montag wenn möglich unterstellen, auf dem Weg in die Arbeit sollte man am Montagmorgen Experten zufolge deutlich mehr Zeit einplanen. "Dieser Sturm ist schon nicht ohne, und Aufenthalte im Freien können lebensgefährlich werden", sagt Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal "wetter.net".

Sturm in München hält bis mindestens Dienstag an

Der Sturm hält am Montag und in der Nacht auf Dienstag an – auch hier ist vor allem der Süden Deutschlands betroffen. Im Norden des Landes schwächen die Böen dann wieder etwas ab, trotzdem bleibt es weiterhin ungemütlich. Im Zuge der Kaltfront kann es auch vereinzelt zu Gewittern kommen, die mitunter für einen Pegelanstieg der Flüsse sorgen. Große Hochwasser-Gefahr besteht den Experten nach allerdings nicht – "der Sturm ist das deutlich größere Problem", so Jung.

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