65 Jahre Filmfest Spannende Fakten zur Berlinale 2015

"Cinderella" kehrt nach 65 Jahren auf die Berlinale zurück - mit Cate Blanchett als böser Stiefmutter Foto: Richard Shotwell/Invision/AP

Zum nunmehr 65. Mal haben sich die Tore der Berlinale geöffnet. Neben vielen Filmen hat das Festival auch eine Menge interessante Fakten zu bieten.

 

Alleine die blanken Zahlen der Berlinale sorgen für Staunen: Über 400 Filme werden jährlich in verschiedenen Sektionen vorgeführt, mit einem Absatz von über 300.000 Kinokarten wird gerechnet. Zusammen mit den akkreditierten Vertretern der Presse kommt die Berlinale so auf rund eine halbe Million Besucher. Damit ist sie das größte Publikumsfestival der Welt.

Zwölf Monate

Der Wettbewerb auf der Berlinale ist der zentrale Part der Filmfestspiele. Doch nicht jeder Streifen darf ins Rennen um den Goldenen oder Silbernen Bären gehen. Damit ein Werk antreten kann, muss es innerhalb der letzten zwölf Monate vor Festivalbeginn produziert worden sein und es darf noch nicht außerhalb des Ursprungslandes aufgeführt worden sein. Einige Filme laufen daher außer Konkurrenz beim Wettbewerb.

USA!

US-amerikanische Bewerber sind bei der Jury am beliebtesten. Am häufigsten mit dem Hauptpreis in Berlin ausgezeichnet wurden Werke aus den USA (13 Siege), gefolgt von Frankreich (8), Großbritannien (7) sowie Deutschland, Italien und Spanien (jeweils 6). Es gibt nur einen Regisseur, der schon zweimal den Goldenen Bären ergattern konnte, und er kommt nicht aus den USA: Ang Lee, geboren in Taiwan, siegte sowohl 1993 ("Das Hochzeitsbankett"), als auch 1996 ("Sinn und Sinnlichkeit").

Acht Sektionen

Neben dem Wettbewerb bietet die Berlinale den unterschiedlichsten Werken eine Plattform. In der "Retrospektive" wird alten Filmen eine Hommage gewidmet, 2015 unter dem Motto: "Glorious Technicolor. Filme aus dem George Eastman House und weiteren Archiven." Zusätzlich gibt es noch "Panorama" (Arthousefilm), "Generation" (Kinder und Jugendliche), "Berlinale Special" (Sondervorführungen), "Perspektive Deutsches Kino" (Heimische Produktionen) und die Sektion "Berlinale Shorts" (Kurzfilme).

1951

Einem Mitglied des US-Militärs ist es zu verdanken, dass die Berlinale 1951 aus dem Boden gestampft wurde. Oscar Martay, "Film Officer" der amerikanischen Militärregierung in Deutschland, verhalf der deutschen Filmindustrie nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Berlinale zu einer Renaissance. Unter dem Motto "Schaufenster der freien Welt" eröffnete so die allererste Berlinale mit Alfred Hitchcocks Film "Rebecca".

Runde 65 Jahre

Ein besonderer Gast wird bei der diesjährigen Berlinale erwartet: "Aschenputtel". Denn wie es der Zufall will, kehrt in der neuen Märchenverfilmung - mit Cate Blanchett als böser Stiefmutter - das Waisenmädchen "Cinderella" nach exakt 65 Jahren zur Berlinale zurück. Schon bei der Premiere des Festivals stattete sie - damals noch gezeichnet in einem Disney-Film - der Berlinale ein Besuch ab. Der Film gewann übrigens den Goldenen Bären.

 

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