4:1-Gala gegen Braunschweig Noten zum TSV 1860: Acht Zweier und eine Eins für begeisternde Löwen

Die Löwen durften gegen Eintracht Braunschweig einen Heimerfolg bejubeln Foto: sampics / Stefan Matzke / Augenklick

Die Löwen gewinnen ihr erstes Spiel in der 3. Liga im Jahr 2020 mit 4:1 gegen Eintracht Braunschweig. Phasenweise zeigen die Löwen begeisternden Offensiv-Fußball. So hat der AZ-Reporter die Sechzger gesehen.

 

München - Was für ein Start ins Pflichtspieljahr 2020! Beim 4:1-Sieg gegen Eintracht Braunschweig waren die Löwen von Beginn an voll auf der Höhe. Das Team von Michael Köllner überzeugte mit seiner Einsatzbereitschaft und schaffte es immer wieder, mit schnellen Vertikalpässen ins Abwehrdrittel der Braunschweiger zu kommen und Chancen zu kreieren. Die Löwen gingen dank Treffer von Efkan Bekiroglu und Dennis Dressen mit einer 2:1-Führung in die Pause. Sascha Mölder stellte mit einem Doppelpack in der zweiten Hälfte den Endstand her. Die Löwen in der Einzelkritik. 

MARCO HILLER - NOTE 3: Köllners alter und neuer Stammtorhüter. Ein Mini-Wackler nach Rückpass, ansonsten sehr aufmerksam und nicht so oft gefordert, wie zu befürchten war. Beim Treffer zum 1:2 chancenlos.

MARIUS WILLSCH - NOTE 3: Beim 1:2 kam er gegen Torschütze Bär gar nicht erst ins Kopfballduell, ansonsten solide und nimmermüder Antreiber.

AARON BERZEL - NOTE 2: Der Kapitänsverdränger marschierte schon zwischen Aufwärmen und Anpfiff voller Überzeugung in die Kabine. Wieder auf dem Rasen, warf er sich in jeden Zweikampf - und vergab das 3:1 gleich doppelt.

TSV 1860: Erdmann mausert sich zum Abwehrchef

DENNIS ERDMANN - NOTE 2: Der Sommer-Neulöwe mausert sich immer mehr zum Abwehrchef. Überzeugende Zweikampfführung, lautstarke Kommandos, wichtige Klärungsaktionen. Auch er verpasste das 3:1.

PHILLIPP STEINHART - NOTE 2: Beim 1:2 konnte er die Flanke auf seiner linken Außenbahn nicht verhindern, da er zuvor nach innen gezogen war. Aber: Gleich zwei Assists für Bekiroglu und Mölders. Hätte nur noch ein Seitfallziehertor gefehlt, das er mit top Haltungsnoten verpasste.

DANIEL WEIN - NOTE 2: Ging wie immer weite Wege und verteilte fleißig Bälle. Defensiv nicht ohne Fehler, aber oft endeten Braunschweigs Angriffsversuche schon bei ihm.

EFKAN BEKIROGLU - NOTE 2: Von Anfang bis Ende der Cheffe-Effe. Schon in Spiel eins nach der Winterpause nahm er es wieder mal selbst in die Hand: Angriff eingeleitet, in den Strafraum gesprintet und vollendet, wenngleich Nkansah noch am Ball war.

Mölders: "Fußbalgott" überragt erneut

DENNIS DRESSEL - NOTE 2: Licht: bei einigen technisch toll verarbeiteten Bällen. Schatten: bei zwei Fehlpässen, die zu Braunschweiger Möglichkeiten führten. Und dann Jubel, als er die Kugel zum 2:0 in die Maschen hämmerte.

STEFAN LEX - NOTE 2: Sechzigs routinierter Wirbelwind hatte dank seiner Erfahrung und Schnelligkeit bei vielen Aktionen seine Füße im Spiel. Scheiterte zwei Mal an Fejzic, legte Mölders einen auf.

SASCHA MÖLDERS - NOTE 1: Der Spiel- und Sturmführer malochte enorm viel, legte die Bälle ab, wurde bei einer dicken Chance wegen Handspiel zurückgepfiffen. Und dann machte der einmal mehr als "Fußballgott" gefeierte Alpha-Löwe mit all seiner Routine alles klar - und schnürte den Doppelpack.

NOEL NIEMANN - NOTE 2: Sechzig jüngerer Wirbelwind agierte frech und voller Spielfreude. Auch ohne Tor hatte er durch viele Dribblings und gelungene Aktionen seinen Anteil am teils furiosen Angriffsspiel der Giesinger.

TIMO GEBHART, KRISTIAN BÖHNLEIN UND PRINCE OWUSU: Kamen zu spät für eine Bewertung.

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