2:0 gegen Hoffenheim Der beste Liga-Auftakt aller Zeiten

Der 1. FC Nürnberg verlang für ein Stehplatzticket gegen den FC Bayern 23 Euro und wird dafür kritisiert, die Franken sind damit Ligaspitze. Foto: dapd

Siebtes Spiel, siebter Sieg – die Bayern haben den besten Start aller Mannschaften in 50 Jahren Fußball-Bundesliga hingelegt. Mit 2:0 gewinnen sie gegen Hoffenheim.

 

München - Angeführt von Franck Ribéry machte der Tabellenführer die Allzeit-Bestmarke von 21 Punkten und 21:2 Toren am Samstag mit einem eher alltäglichen 2:0 (1:0)-Heimsieg gegen 1899 Hoffenheim perfekt.

Der spielfreudige und nie zu bremsende Ribéry entschied die einseitige Partie vor 71 000 Zuschauern in der ausverkauften Münchner Arena mit seinen Treffern in der 19. und 47. Minute praktisch im Alleingang. Mit seinem insgesamt sechsten Bundesliga-Doppelpack sorgte er für gute Laune bei den Münchnern vor dem Oktoberfestbesuch der Mannschaft am Sonntag. Die Hoffenheimer vermieden im zweiten Spiel ohne den schwer verunglückten U 21-Nationalspieler Boris Vukcevic immerhin ein Debakel wie beim 1:7 im Frühjahr dieses Jahres.

Die erste Saison-Niederlage in der Champions League bei BATE Borissow sowie die Dissonanzen zwischen Trainer Jupp Heynckes und Sportvorstand Matthias Sammer zeigten bei den Münchner Profis keine negativen Nachwirkungen. Ungefährdet fuhren sie die nächsten drei Punkte ein und festigten die Tabellenführung vor der zweiwöchigen Länderspielpause. Hoffenheim war auf Schadensbegrenzung bedacht, nach vorne blieb das Team von Markus Babbel 90 Minuten lang harmlos.

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Nach dem Ausfall von Arjen Robben hatte Bayern-Trainer Jupp Heynckes inständig gehofft, dass wenigstens Ribéry trotz einer Muskelverhärtung auflaufen könnte. „Er ist gut drauf“, äußerte Heynckes, schon gegen Borissow hatte der Franzose das einzige Tor erzielt und war für Heynckes „ein Aktivposten“ gewesen. Gegen Hoffenheim war Ribéry der Matchwinner. Beim 1:0 kam der Ball nach einem Ballgewinn von Toni Kroos über Thomas Müller zum Franzosen, der sowohl Gegenspieler Andreas Beck als auch 1899-Torwart Koen Casteels bei seinem Treffer aus halblinker Position schlecht aussehen ließ.

Kurz darauf musste Müller vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw ausgewechselt werden (26.); der Nationalspieler war zuvor mit Teamkollege Mario Mandzukic mit den Köpfen zusammengeprallt. Ribéry blieb auch in der Folge der auffälligste Akteur. Nach Zusammenspiel mit Bastian Schweinsteiger verzog er knapp (39.).

Die Halbzeitpause unterbrach die Ribéry-Show – aber gleich nach Wiederanpfiff legte der Franzose nach. Kroos verunglückte nach Flanke von Mandzukic eine Direktabnahme, aber der Nationalspieler blieb im Ballbesitz und legte dem frei stehenden Ribéry den Ball maßgerecht zu dessen zweitem Treffer auf. Casteels war diesmal ohne Abwehrchance. Hoffenheims vage Hoffnungen auf einen Punkt waren damit zerstört - die TSG bleibt weiterhin sieglos gegen den FC Bayern (sechs Niederlagen, drei Unentschieden). Ribéry ging unter dem donnernden Applaus in der 89. Minute vom Platz – es war der letzte Höhepunkt.


 

 

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