1860-Abwehrmann erklärt Motivation Mauersberger: Warum ich Sechzig treu bleibe

Will für die jungen Löwen eine Bezugsperson sein: Jan Mauersberger (32). Foto: Sampics/Augenklick

Unter Vitor Pereira ist er bereits abgeschrieben, doch nach dem doppelten Abstieg des TSV 1860 ist Jan Mauersberger einer der Wenigen, der den Löwen die Treue hält. Im Gespräch mit der AZ erklärt der Münchner seine Motivation.

 

München - Vitor Pereira hatte ihn bereits aussortiert, unter Daniel Bierofka soll Jan Mauersberger den Löwen dagegen künftig vorangehen. Die junge Truppe des TSV 1860 braucht Leader, Typen, wie Mauersberger einer ist. Als einer der Wenigen, und als einziger aus der ehemaligen Mannschaft, bekennt sich der Münchner auch in größter Not zu den Sechzgern.

Mauersberger will mittelfristig bleiben

Mauersberger, der jüngst 32 Jahre alt wurde, trainiert schon wieder mit der Mannschaft, möchte alsbald einen mittelfristigen Vertrag in Giesing unterschrieben - Regionalliga Bayern hin oder her. "Wir sind uns grundsätzlich einig. Dass es hier so turbulent zugeht, war mir bewusst", hatte der Innenverteidiger Anfang der Woche erklärt. "Wir sind dennoch auf einem guten Weg, haben schon jetzt ein gutes Team."

Mauersberger, angeblich auch von Ex-Klub Karlsruher SC umworben, erklärte im Gespräch mit der AZ seine Motivation für einen Verbleib. "Direkt an dem Dienstag, als wir abgestiegen sind, habe ich bereits mit Biero gesprochen: Sag mir Bescheid, wenn irgendwas ist, wir können gerne darüber sprechen, was auch immer passiert", schilderte er. "Dann haben wir uns recht zügig zusammen telefoniert, auch wenn es kompliziert war. Ich bin zuversichtlich, dass es bald klappt."

Er will 1860-Youngstern vorangehen

Er sei jetzt 32 geworden, aber er sehe sich noch fit genug, um mehrere Jahre weiterzuspielen, meinte er weiter. "Die Jungs stehen jetzt im Fokus, da braucht es ein paar Spieler, die ihnen Halt geben können. Als solchen habe ich mich schon davor gesehen, jetzt mehr denn je", sagte Mauersberger zu seinen Beweggründen.

"München ist meine Heimat. Der Verein ist in einer sehr schwierigen Situation, aus der wir aber auch wieder herauskommen können", meinte "Mauer", wie ihn die Fans rufen, weiter. Dabei mitzuhelfen, sei eine riesige Motivation. Für ihn gilt es jetzt, noch mehr Verantwortung zu übernehmen. Gemeinsam mit Rückkehrer Timo Gebhart, der erklärt hatte: "Jetzt brauchen wir echte Löwen."

Mauersberger studiert nebenher

"Jeder muss wissen, dass er sich mit allem an mich wenden kann. Er wird immer eine ehrliche Antwort bekommen. Auf dem Platz gilt es für mich, vorneweg zu marschieren", erklärte indes Mauersberger und bekräftigte, dass für ihn weiter die Fußballerkarriere an erster Stelle stehe und nicht sein Studium in Medien- und Kommunikationswissenschaft. Dieses absolviert er parallel an einer privaten Hochschule in München.

"Natürlich ist es wichtig, eine beruflich Perspektive für die Zeit nach der Karriere zu haben. Aber ich bin Fußballer. Das habe ich auch dem Biero ganz klar gesagt", sagte er. "Das Studium versuche ich nebenbei hinzubekommen." Jetzt gelte es zuerst, den Verein nach diesen turbulenten Wochen wieder zu stabilisieren. Es sind Aussagen, die von Charakter zeugen.

 

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