Abschiebeterminal: CSU fordert Erklärung von OB Dominik Krause  

Der Münchner Oberbürgermeister Dominik Krause hatte in der AZ erklärt, im Aufsichtsrat gegen das Abschiebeterminal am Flughafen zu stimmen. Die CSU fordert nun eine Erklärung. Sie fürchtet, dass er damit womöglich gegen die Interessen des Unternehmens gehandelt hat.
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Am Flughafen soll ein Abschiebeterminal gebaut werden - obwohl der Münchner Oberbürgermeister dagegen ist.
Am Flughafen soll ein Abschiebeterminal gebaut werden - obwohl der Münchner Oberbürgermeister dagegen ist. © IMAGO/Ardan Fuessmann

OB Dominik Krause (Grüne) hatte in der AZ angekündigt, im Aufsichtsrat der Flughafen Gesellschaft gegen den Bau eines Abschiebeterminals zu stimmen. Er begründete dies auch damit, dass er einen Imageverlust für München, die "Weltstadt mit Herz", fürchtete. Eine Mehrheit im Aufsichtsrat sah das anders und stimmte für den Bau. Ende der Debatte?

Nicht für CSU-Stadtrat Laurenz Kiefer. Er fordert, dass der OB sein Abstimmungsverhalten erklärt und begründet. Eine entsprechende Anfrage reicht Kiefer am Montag ein. Sie liegt der AZ bereits vor. Was treibt den CSUler um?

"Der Oberbürgermeister begründet seine Entscheidung damit, dass für München mit dem Abschiebeterminal ein Image-Problem entstehen könnte", sagt Kiefer. "Es ist eine Einrichtung, die dazu dient, Rechtsstaatlichkeit herzustellen. Wie kann die zu einem Image-Problem führen?"

CSU: OB soll sein Abstimmungsverhalten erklären

Kiefer will vom Oberbürgermeister erklärt haben, auf welcher Grundlage er seine Entscheidung getroffen und welche Interessen er im Aufsichtsrat vertreten hat.

"Als Aufsichtsrat ist der Oberbürgermeister den wirtschaftlichen Interessen des Unternehmens verpflichtet. Es ging um einen Mietvertrag, der Einnahmen generiert", sagt Kiefer. Womöglich habe Krause mit seinem Nein eben nicht die Interessen des Unternehmens gewahrt, meint der CSUler.

CSU-Stadtrat Laurenz Kiefer fordert, dass der OB sein Abstimmungsverhalten zum Abschiebeterminal erklärt.
CSU-Stadtrat Laurenz Kiefer fordert, dass der OB sein Abstimmungsverhalten zum Abschiebeterminal erklärt. © privat

So ähnlich wie Kiefer hatte auch der Münchner Wirtschaftsreferent Christian Scharpf (SPD) argumentiert. Der hatte sich – anders als es seine Partei von ihm wollte – für das Terminal ausgesprochen. "Ich frage mich, warum der Oberbürgermeister nicht genauso gehandelt hat wie sein Wirtschaftsreferent", sagt Kiefer. Jetzt fordert er, dass OB Krause entweder schriftlich oder persönlich in einer Stadtratssitzung über sein Abstimmungsverhalten Auskunft gibt.

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  • Boandl_kramer vor 13 Stunden / Bewertung:

    Da hat sich der OB wohl eher von grüner Weltanschauung statt vom tatsächlich Notwendigen leiten lassen. Und so der Union im Rathaus ohne Not einen Elfer ohne Torwart hingelegt.

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  • Der wahre tscharlie vor 14 Stunden / Bewertung:

    "Als Aufsichtsrat ist der Oberbürgermeister den wirtschaftlichen Interessen des Unternehmens verpflichtet. Es ging um einen Mietvertrag, der Einnahmen generiert", sagt Kiefer. Womöglich habe Krause mit seinem Nein eben nicht die Interessen des Unternehmens gewahrt, meint der CSUler."

    Entschuldigung, meines Wissens gibt es in KEINEM Aufsichtsrat eine hundertprozentige Abstimmung.
    Außerdem hat meines Wissens die Mehrheit für den Bau gestimmt.
    Was ist also das Problem des CSUlers?

    Mit der Argumentation der Wirtschaftsinteressen wird ja gerade so getan, als hätte Krause für die Schließung des Flughafens gestimmt.
    Es wird doch mit dem Flugbetrieb Geld verdient, und nicht nur mit dem Abschiebe-Terminal.
    Und wenn der CSUler schon von Wirtschaftlichkeit redet, dann soll er uns Bürger*innen mal erzählen, was der Bau kostet, speziell der dauerhafte Unterhalt (Beamte, Sicherheitspersonal usw.)
    Schließlich sind das meine Steuergelder.

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  • ......kann mich mal vor 26 Minuten / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Der wahre tscharlie

    Sie mögen wohl die csu nicht besonders gerne ?

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