Von Sinawali bis Schwedisch: Das neue Programm der Münchner VHS
Würden Sie gern in einem Chor singen? Saxofon lernen? In ein Schauspieltraining gehen? Üben, wie man schlagfertig antwortet? Die philippinische Stockfechtkunst Sinawali ausprobieren? Oder für Ihren nächsten Urlaub Schwedisch lernen?
Bei der Münchner Volkshochschule gibt es kaum eine Disziplin, zu der man nicht einen spannenden Kurs oder Vortrag findet. Jetzt ist das neue Herbst-/Winterprogramm 2026/2027 mit rund 8500 Kursen und Vorträgen da – und wer einen Platz ergattern will, sollte sich schnell anmelden.
Die Bandbreite reicht von Fremdsprachen über IT, Gesundheit, Kochen, Naturwissenschaften, Technik, Geschichte bis zu Philosophie, beruflicher Bildung und Integration. Die Kurse laufen von Oktober bis Februar.
München im Mittelpunkt
Spannend dürfte auch der Schwerpunkt sein, der im neuen Programm steht. Es dreht sich nämlich um: München. Wohin entwickelt sich die Stadt? Wie lässt sie sich gestalten? Und welche Überraschungen hält München bereit?

180 Veranstaltungen wollen Klischees hinterfragen und München von seiner unbekannten Seite und in seinen Gegensätzen und Widersprüchen zeigen. Den Auftakt macht das Podium "München – und jetzt?" am 13. Oktober um 18.30 Uhr im Einstein 28. Auch Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD) ist angekündigt. Danach soll es einen Austausch in kleinen Diskussionsrunden geben.

Ein Podiumsgespräch zur Frage "Wie gelingt die Wohnwende?" findet am 26. Oktober statt. Auch am 2. Dezember, wenn SZ-Rathausreporter Heiner Effern mit Stadtkämmerer Christoph Frey im Gespräch ist, haben Interessierte die Möglichkeit, mit Stadtvertretern zu plaudern. In einem Planspiel im März schließlich probieren Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst aus: "Wie funktioniert der Stadtrat?"
Auf den Spuren der Stadt
Auch einige Führungen durch Münchens unbekanntere Ecken finden sich im Programm. Etwa eine Betriebsführung in der Paulaner-Brauerei am 26. November. Ab dem 21. November kann man bei "Pop-Pfade"-Führungen den Spuren der populären Musikkultur in München folgen. Und im Oktober und November stehen "Entspannungswanderungen" auf dem Plan.
Überhaupt gibt es allerlei Neues im MVHS-Programm: Unter den mehr als 50 Fremdsprachen sind zum ersten Mal Kurdisch und Lettisch dabei. Wer schon ein bisserl Spanisch spricht, kann sich am 31. Oktober in Landeskunde fortbilden – und sich passend zum mexikanischen Feiertag Día de los Muertos schminken. Damit nicht vor allem Damen die Mal- und Zeichenkurse füllen, richtet sich am 14. und 15. November der Wochenendkurs "Malen und Zeichnen für Männer" direkt an Herren, die sich kreativ ausprobieren wollen.

Das Fachgebiet IT und Digitales hat sein Angebot rund um Linux ausgebaut. Und passend zum wachsenden Interesse an digitaler Unabhängigkeit gibt es Kurse und Workshops zu offener Software für Einsteiger und Fortgeschrittene.
Zurück nach Obergiesing
Eine schöne Nachricht für die Menschen in Giesing: Nach dreieinhalb Jahren Generalsanierung kann die MVHS (Stadtbereich Ost) im Oktober wieder ins denkmalgeschützte St.-Martin-Spital in Obergiesing zurückkehren. Bei einem "Pre-Opening"-Wochenende kann man sich das vom 11. – 13. September schon mal anschauen – es gibt ein Programm mit Ausstellungen, Führungen, Vorträgen und Musik.
So melden Sie sich an: online unter mvhs.de oder in der MVHS-App; persönlich an den Standorten der MVHS (Mo-Fr von 9-13 Uhr); 089/480 06-0 (Mo-Sa, 8.30-19 Uhr). Das gedruckte Gesamtprogramm liegt in den Häusern der MVHS, der Münchner Stadtbibliothek, in der Stadt-Information im Rathaus am Marienplatz, im Bahnhofsbuchhandel und in einigen Partnerbuchhandlungen aus.
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