Wirecard-Skandal: DSW will Offenlegung aller Informationen

Aktionärsvertreter fordern im Wirecard-Skandal die Offenlegung aller Informationen. Das komplette Gutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG müsse endlich an die Öffentlichkeit, forderte Marc Tüngler, Hauptgeschäftsführer der Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), am Donnerstag.
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Der Schriftzug von Wirecard ist an der Firmenzentrale des Zahlungsdienstleisters zu sehen. Foto: Tobias Hase/dpa/Symbolbild
dpa Der Schriftzug von Wirecard ist an der Firmenzentrale des Zahlungsdienstleisters zu sehen. Foto: Tobias Hase/dpa/Symbolbild

Düsseldorf - Aktionärsvertreter fordern im Wirecard-Skandal die Offenlegung aller Informationen. Das komplette Gutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG müsse endlich an die Öffentlichkeit, forderte Marc Tüngler, Hauptgeschäftsführer der Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), am Donnerstag. Zudem müssten der Insolvenzverwalter sowie der Aufsichtsrat der Wirecard AG den Wirtschaftsprüfer EY von seiner Verschwiegenheitspflicht entbinden, damit die Anleger auch von der Prüferseite Informationen zu den Abläufen erhalten könnten.

Der inzwischen insolvente Zahlungsdienstleister Wirecard hatte im Juni Luftbuchungen von 1,9 Milliarden Euro eingeräumt. Die Münchner Staatsanwaltschaft geht mittlerweile von einem "gewerbsmäßigen Bandenbetrug" aus, und zwar seit 2015. Mehr als drei Milliarden Euro könnten verloren sein.

EY hatte die Jahresbilanzen bei Wirecard seit 2009 geprüft und testiert. Die von Wirecard selbst mit einer Sonderuntersuchung beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG deckte wesentliche Ungereimtheiten auf. EY war bei der Bilanzprüfung 2019 zur Einschätzung gekommen, dass es sich um kriminelle Manipulationen handelt.

Tüngler kritisierte, dass die Sondersitzung des Finanzausschusses im Bundestag zu dem Betrugsskandal hinter verschlossenen Türen stattgefunden hatte. "Die extreme Informationsasymmetrie zu Lasten der betrogenen Anlegerinnen und Anleger setzt sich damit in unerträglicher Art und Weise fort", sagte Tüngler.

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