Weitere Termine für Prozess um Auto-Attacke auf Verdi-Demo

Vor einem Jahr raste ein Autofahrer in München in einen Demo-Zug, tötete Mutter und Kind und verletzte Dutzende Menschen. Für die juristische Aufarbeitung nimmt sich das Gericht nun noch mehr Zeit.
dpa |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen
Ein Kinderwagen liegt nach dem Anschlag auf der Straße, ein zweijähriges Kind starb. (Archivbild)
Ein Kinderwagen liegt nach dem Anschlag auf der Straße, ein zweijähriges Kind starb. (Archivbild) © Christoph Trost/dpa
München

Im Prozess um den Auto-Anschlag auf eine Demonstration in München mit zwei Toten hat das Oberlandesgericht weitere Termine angesetzt. Bisher waren Verhandlungstage bis in zum 25. Juni geplant, nun sind 13 weitere bis zum 12. August festgesetzt. 

Seit Mitte Januar verhandelt hat der Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts gegen einen 25 Jahre alten Afghanen. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm unter anderem zweifachen Mord und 44-fachen Mordversuch vor. Sie geht von islamistischem Terrorismus als Motiv aus. 

Der Mann war am 13. Februar vergangenen Jahres mit einem Kleinwagen in eine friedliche Demonstration der Gewerkschaft Verdi gerast. Der Wagen erfasste zuerst ein zwei Jahre altes Kind im Kinderwagen und seine Mutter. Die beiden wurden so schwer verletzt, dass sie wenige Tage später sterben. 44 weitere Menschen werden verletzt, einige von ihnen lebensgefährlich.

Gedenken zum Jahrestag 

Zum Jahrestag an diesem Freitag haben Stadt München und Gewerkschaft Verdi am Tatort zu einem Gedenken eingeladen. Dabei werden Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) und Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter sprechen. 

Viele der Betroffenen von damals leiden bis heute teils unter körperlichen, teils unter psychischen Folgen des Geschehens. Manche konnten bis heute ihre Arbeit nicht wieder aufnehmen. Viele der Überlebende sowie Angehörige der Toten sind Nebenkläger vor Gericht. Dass dieses weitere Termine angesetzt habe, zeige, dass "es eine akribische Aufklärung anstrebt." sagt der Berliner Nebenklageanwalt Onur Özata.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen
lädt ... nicht eingeloggt
 
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.