Vor Wacker in Burghausen: Toter Mann im Lkw-Tank

Die Polizei hat im Tankauflieger eines verlassenen Lkws einen Toten gefunden. Der Mann trug eine Atemschutz-Maske. Jetzt wird er obduziert.
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Das Wacker-Gelände in Burghausen. Ein Tankauflieger (Symbolbild) parkte am Freitag vor dem Werksgelände. Im Tank lag ein toter Mann.
Achim Zeller / Wacker Chemie AG dpa/imago/Manfred Seegerer Das Wacker-Gelände in Burghausen. Ein Tankauflieger (Symbolbild) parkte am Freitag vor dem Werksgelände. Im Tank lag ein toter Mann.

Burghausen - Der Werkschutzleiter der Wacker AG in Burghausen (Landkreis Altötting), dem größten Chemie-Standort Deutschlands, hat ihn entdeckt: den verlassenen Tanklaster, der am Freitagmittag vor dem westlichen Parkplatz vorm Werksgelände stand.

Lkw-Fahrer seit zwei Tagen verschwunden

Im Tank des Sattelanhängers: ein toter Mann. Er trug eine Atemschutzmaske. Wie er dort hinein gekommen ist und was er dort suchte, ist bislang unklar.

Ersten Ermittlungen der Polizei zufolge handelt es sich um den Fahrer des Lkws, einen 41-Jährigen aus Polen. Er sei zuvor zwei Tage lang von niemandem mehr gesehen worden.

Der Tank des Sattelschleppers war leer. Kurz vorher war darin jedoch Aceton geladen. Aceton ist ein Lösungsmittel, eine farblose Flüssigkeit mit stechendem Geruch, welcher an Nagellackentferner erinnert. Es ist leicht entzündlich. Zu einer Vergiftung kann es kommen, wenn die Menge an Aceton im Körper höher ist, als die Leber verarbeiten kann.

Wacker baute 1915 Acetonfabrik

Für den Chemiekonzern Wacker war Aceton von Beginn an einer der wichtigsten Umsatzträger des Unternehmens. 1915 baute es die erste Acetonfabrik in Burghausen. Daraus entwickelte sich ein heute weltweit tätiger Konzern.

Der Tote, der in dem Tank vor dem Werksgelände gefunden wurde, trug eine Atemschutzmaske, so die Polizei. Sie geht derzeit von einem Unfall aus. Möglicherweise wollte der Mann den Tank reinigen. Zur endgültigen Klärung der Todesursache wird der Mann nun am Institut für Rechtsmedizin in München obduziert.

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