Vom Depp zum King: Lubach lässt den 1. FC Nürnberg jubeln
Der 1. FC Nürnberg hat dank Rafael Lubach endlich die 40-Punkte-Marke in der 2. Fußball-Bundesliga durchbrochen. Die Mannschaft von Trainer Miroslav Klose mühte sich in einem zähen Duell gegen den akut abstiegsbedrohten 1. FC Magdeburg zu seinem elften Saisonsieg. Dank des hauchdünnen 1:0 (1:0) am 31. Spieltag verbesserten sich die Franken mit nun 41 Punkten auf den achten Tabellenplatz.
Vor 37.712 Zuschauern brauchte es eine beherzte Einzelleistung von Außenverteidiger Henri Koudossou über die rechte Seite, um Jubel auszulösen. Dessen Hereingabe schoss Lubach (45. Minute +2), der Ersatz für den verletzt fehlenden Stürmer Mohamed Ali Zoma, über die Torlinie. Die erst in der Schlussphase gefährlichen Magdeburger rutschten auf Relegationsplatz 16 ab.
Auf einmal Matchwinner
"Mit dem Ball fand ich unser Spiel nicht so miserabel, man hat aber gemerkt, dass viel Druck auf dem Spiel war. Wir haben es in der ersten Halbzeit sehr gut gegen den Ball gemacht", berichtete Lubach, der beim 1:1 vor einer Woche gegen Arminia Bielefeld kurz vor dem Abpfiff noch kläglich das Siegtor vergeben hatte. "Man darf nicht an solchen Sachen zerbrechen." Diesmal sei er natürlich glücklich.
Klose führte viele "gute, intensive" Gespräche mit seinem Siegtorschützen unter der Woche. "Da bist du der Depp im letzten Spiel und heute bist du der King, deshalb liebe ich den Fußball, weil die Dinge so nah beieinander liegen", sagte der Nürnberger Coach.
Sowohl die Nürnberger als auch die Gäste aus Sachsen-Anhalt mussten auf ihre besten Torschützen verzichten. Hier der am Oberschenkel verletzte Zoma, bislang elfmal erfolgreich, dort Mateusz Zukowski (17), der eine Gelb-Sperre absitzen musste. Offensiv lief bei beiden Mannschaften herzlich wenig. Zudem leisteten sich sowohl Nürnberger als auch Magdeburger immer wieder Fehlpässe. Die Fans bekamen Magerkost geboten.
Auf die Nürnberger wartet nun am Sonntag das Franken-Derby bei der SpVgg Greuther Fürth, der der Abstieg in die Drittklassigkeit droht. "Mir ist wichtiger, dass wir gewinnen", sagte Lubach, der sich mit dem Abschneiden des "Feindes" nicht so sehr befassen wollte.
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