Vergrault! Verpennt! Verscherbelt!

Zweifellos hat der Club in den letzten beiden Jahren viel Geld verdient. Ein völlig neues Gefühl beim 1. FCN. Allerdings wurde auch einiges davon wieder ausgegeben, u.a. 2,5 Millionen Euro für Angelos Charisteas, der damit zum teuersten Einkauf der Vereinsgeschichte wurde.
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Thomas von Heesen war in Nürnberg nie glücklich, und der Club war es mit dem Trainer auch nicht. Gestern endete das Martyrium mit einer Blitz-Scheidung.
dpa Thomas von Heesen war in Nürnberg nie glücklich, und der Club war es mit dem Trainer auch nicht. Gestern endete das Martyrium mit einer Blitz-Scheidung.

NÜRNBERG - Zweifellos hat der Club in den letzten beiden Jahren viel Geld verdient. Ein völlig neues Gefühl beim 1. FCN. Allerdings wurde auch einiges davon wieder ausgegeben, u.a. 2,5 Millionen Euro für Angelos Charisteas, der damit zum teuersten Einkauf der Vereinsgeschichte wurde.

Auf der anderen Seite gingen dem Club aber auch einige Spieler verloren, deren Abgang nun den Abstieg zur Folge haben könnte. Zudem übersahen die Verantwortlichen einige Talente in der unmittelbaren Nachbarschaft (-Stadt), die gemessen an ihren aktuellen Leistungen in der Bundesliga dem Club durchaus gut zu Gesicht gestanden hätten. Und zum dritten vergraulte der ironisch, witzige bis bärbeißige Trainer Hans Meyer einige Profis, die dem 1. FCN ebenfalls hätten helfen können.

Und so formiert sich eine Club-Elf der Verpennten, Verscherbelten und Vergraulten, die sich durchaus sehen lassen kann.

Tor

Raphael Schäfer, Philipp Tschauner. Schäfer ging für 2,3 Millionen Euro Ablöse zum VfB Stuttgart und mit ihm die Sicherheit des Abwehrverbundes. Allerdings sitzt Schäfer aktuell in Stuttgart nur noch auf der Bank. Tschauner wechselte 2006 für 150000 Euro Ablöse zu den Münchner Löwen, war bis zu seinem Kreuzbandriss Stamm-Keeper, steht auch jetzt wieder im Tor.

Abwehr

Roberto Hilbert, Thomas Kleine, Heiko Westermann, Vratislav Gresko. Hilbert, Kleine und Westermann spielten jahrelang bei Greuther Fürth. Hilpert wechselte für 1,3 Millionen Euro zum VfB Stuttgart, wurde dort Stammspieler, Meister und Nationalspieler. Kleine ging ablösefrei nach Hannover, wurde im Januar für 750000 Euro nach Gladbach weiterverkauft. Heiko Westermann wechselte 2005 für 750000 Euro nach Bielefeld, von dort 2007 für 2,8 Millionen Euro nach Schalke, ist dort Stammspieler und nun auch Nationalspieler. Vratislav Gresko zerstritt sich mit Hans Meyer, wechselte 2007 ablösefrei zu Bayer Leverkusen, ist dort Stammspieler.

Mittelfeld

Christian Timm, Jan Polak, Chhunly Pagenburg. Timm, zuvor in Fürth, wechselte 2007 ablösefrei zum KSC, ist Stammspieler. Polak kam mit Meyer nicht zurecht, ging für ca. 4 Millionen Euro 2007 zum RSC Anderlecht und freut sich nun im Uefa-Cup auf die Bayern. Pagenburg verschlief ein Training, war bei Meyer unten durch und ging im Januar für 150000 Euro zu 1860 München.

Sturm

Christian Eigler, Joshua Kennedy, Stefan Kießling. Eigler spielte in der Club-Jugend, dann in Fürth, wurde dort mit 18 Treffern Torschützenkönig der Zweiten Liga und wechselte 2007 für eine Million Euro Ablöse nach Bielefeld. Kennedy kam ablösefrei mit kaputter Achillessehne von Dynamo Dresden, benötigte über ein Jahr Rekonvaleszenzzeit, kam danach mit Meyer nicht klar und wechselte im Januar für 450000 Euro Ablöse zum KSC, wo er in bislang fünf Bundesligaspielen vier Mal traf. Kießling wechselte 2006 für fünf Millionen Euro Ablöse nach Leverkusen und wurde von Hans Meyer mit den Worten verabschiedet: „Er kann bestenfalls ein durchschnittlicher Bundesligaspieler werden.“ Kießling ist bei Bayer gesetzt und mittlerweile auch bei englischen Vereinen sehr gefragt. Bayer-Coach Michael Skibbe: „Unter 15 Millionen geben wir ihn nicht her.“

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