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"Verantwortungslos und geradezu fahrlässig": Grüne fordern Reaktion von Söder

Katharina Schulze nennt Aiwangers Aussagen "verantwortungslos und geradezu fahrlässig".
| Natalie Kettinger
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Fraktionsvorsitzende Katharina Schulze fordert in Bezug auf die Impf-Aussagen von Hubert Aiwanger Ministerpräsident Markus Söder zum Handeln auf.
Fraktionsvorsitzende Katharina Schulze fordert in Bezug auf die Impf-Aussagen von Hubert Aiwanger Ministerpräsident Markus Söder zum Handeln auf. © Tobias Hase/dpa/Archivbild

München - Nach den umstrittenen Äußerungen von Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger zum Thema Corona-Impfungen fordert die Vorsitzende der Landtags-Grünen, Katharina Schulze, Regierungschef Markus Söder (CSU) zum Handeln auf. "Eine klare Reaktion des Ministerpräsidenten wäre hier mehr als überfällig", sagte sie der AZ. Schließlich sei es nicht das erste Mal, dass Aiwanger bei der Bekämpfung von Corona ausschere.

Zerstört Aiwanger mit seinen Aussagen das Vertrauen in die Politik?

Es kenne wohl jeder den peinlichen Onkel auf der Familienfeier, der mal wieder Unsinn verzapfe und von allen ignoriert oder belächelt werde, so die Oppositionsführerin weiter. "In diesem Fall jedoch handelt es sich nicht um irgendwen, sondern um den stellvertretenden Ministerpräsidenten von Bayern."

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Dass Hubert Aiwanger sich nicht impfen lassen wolle, sei seine eigene Entscheidung, sagte Schulze. Es sei jedoch "verantwortungslos und geradezu fahrlässig in seiner Position, sich den Verschwörungsideologien anzudienen, solche Falschinformationen rauszuhauen und damit all jene zu verunsichern, die noch mit ihrer Impf-Entscheidung hadern und auf verlässliche Informationen angewiesen sind". Das zerstöre das Vertrauen in die Politik und sei hochgefährlich für die Demokratie.

Zuvor hatte unter anderem die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) Aiwanger für seine Äußerungen kritisiert. Dessen Haltung sei "kontraproduktiv", sagte Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

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