Unwetter in Bayern: Pegel steigen, Keller saufen ab

Die Stadt München warnt Bewohner: Sollte es weiter regnen, sind Aubing, Feldmoching und Englschalking betroffen – auch die Wasserwacht warnt vor Spazierfahrten auf der Isar.
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Weide am neuen See: Viele Wiesen, wie hier im Berchtesgadener Land, sind mittlerweile längst überflutet.
dpa Weide am neuen See: Viele Wiesen, wie hier im Berchtesgadener Land, sind mittlerweile längst überflutet.

MÜNCHEN/ BAD TÖLZ - Die Stadt München warnt Bewohner: Sollte es weiter regnen, sind Aubing, Feldmoching und Englschalking betroffen – auch die Wasserwacht warnt vor Spazierfahrten auf der Isar.

Wasser-Alarm im Münchner Norden: Die starken Regenfälle der letzten Wochen haben den Grundwasserpegel in Aubing, Feldmoching, Moosach und Englschalking ansteigen lassen – Wasser könnte in viele Keller laufen. „Sollte es weiter regnen, ist zu befürchten, dass der Pegel auf das Hochwasser-Niveau der Jahre 2000/2001 steigt“, warnt Folker Dohr vom Referat für Gesundheit und Umwelt.

In den nördlichen Stadtteilen ist das Grundwasser zum Teil bis auf 50 Zentimeter unter der Oberfläche gestiegen. „Hausbesitzer und Mieter sollten sich vorbereiten, ihre Keller begutachten und gegebenenfalls wichtige Gegenstände auslagern oder höher platzieren“, rät er.

Im Chiemgau hat es doppelt so viel geregnet wie sonst im Juli.

Außerhalb der Stadt steht das Wasser nicht nur in den Kellern: Felder und Wiesen sind überflutet, auf einigen Weiden im Chiemgau haben sich Teiche gebildet. „Dort hat es doppelt so viel geregnet wie sonst im Juli“, sagt Martin Grambow, Hochwasser-Experte des Umweltministeriums. Man sei in Hab-Acht-Stellung. „Wenn es weiter regnet könnte es ein Hochwasser geben, im nassen Boden fließt das Wasser nicht mehr ab.“ Ein Regenguss reiche schon, um Keller zu fluten.

Auch die Wasserwacht warnt: Bayerns Flüsse sind reißend, Spazierfahrten mit Flößen oder Schlauchbooten lebensgefährlich. Nach einer dramatischen Rettungsaktion mit 60 Mann ist die Isar bei Bad Tölz gesperrt: Ein Mann hatte sich mit einem Schlauchboot in einem Baum verkeilt. Selbst wenn das Wetter besser wird, dauere es laut Wasserwacht mindestens fünf Tage, bis die Flüsse sich beruhigt haben. Entwarnung dafür in den Bergen: Die Wanderwege seien sicher, teilte die Bergwacht mit. Trotzdem sei es für Ungeübte nicht ratsam, bei einem Gewitter aufzusteigen.

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