Ungarn will Beziehungen zu Bayern ausbauen

Das Land will die Regierungszeit von Viktor Orban hinter sich lassen. Die guten Beziehungen zu Bayern und Deutschland sollen erneuert werden, sagt die neue Außenministerin.
dpa |
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Ungarn will die Beziehungen zu Bayern nach Ende der Ära Viktor Orbán erneuern und ausbauen.
Ungarn will die Beziehungen zu Bayern nach Ende der Ära Viktor Orbán erneuern und ausbauen. © Daniel Vogl/dpa
Bad Staffelstein

Ungarns neue Außenministerin Anita Orban will die Beziehungen zu Bayern ausbauen. 100.000 Ungarn lebten derzeit im Freistaat, die bayerischen Autobauer BMW und Audi seien die entscheidenden Investoren für die ungarische Volkswirtschaft, sagte Orban im fränkischen Kloster Banz, wo sie als Gast an der Sommerklausur der CSU-Landesgruppe im Bundestag teilnahm. Dabei stünden Ungarn und Bayern nicht im Wettbewerb. 

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) wird bereits an diesem Donnerstag zum Gegenbesuch in Budapest erwartet. Neben dem Wiederaufbau von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Ungarn sei auch der Wiederaufbau einer starken Volkswirtschaft eines der wichtigen Ziele der neuen Regierung von Ministerpräsident Peter Magyar, sagte die Außenministerin.

Hoffmann verteidigt Viktor Orbans Besuch 2015 in Bayern

Außenpolitisch habe Ungarn einen starken Europabezug. "Wir gehören zu Europa, wir haben immer zu Europa gehört und wir erneuern und erweitern unsere europäischen und regionalen Kooperationen", betonte die ungarische Politikerin. Der Wunsch der ungarischen Wähler in diese Richtung sei sehr klar. 

Die CSU-Landesgruppe hatte im Jahr 2015 auch den umstrittenen und inzwischen abgewählten rechtspopulistischen Regierungschef Viktor Orban nach Kloster Banz eingeladen. Damals war die Flüchtlingskrise in Europa auf ihrem Höhepunkt. Der heutige Landesgruppen-Chef Alexander Hoffmann legte Wert auf die Feststellung, dass Viktor Orban "in einer sehr, sehr frühen Phase seiner Regierungszeit" eingeladen worden sei, später jedoch nicht mehr.

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