Umfrage: Bayern bei muslimischem Bürgermeister gespalten

Vor den Kommunalwahlen in Bayern reagieren die Bürger im Freistaat gespalten auf die Vorstellung eines muslimischen Gemeindeoberhauptes. Rund die Hälfte (49 Prozent) hätte einer Umfrage zufolge "kein" oder "eher kein" Problem damit.
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Sener Sahin, ehemaliger möglicher CSU-Bürgermeisterkandidat in Wallerstein. Foto: Privat/dpa/Archivbild
dpa Sener Sahin, ehemaliger möglicher CSU-Bürgermeisterkandidat in Wallerstein. Foto: Privat/dpa/Archivbild

München - Vor den Kommunalwahlen in Bayern reagieren die Bürger im Freistaat gespalten auf die Vorstellung eines muslimischen Gemeindeoberhauptes. Rund die Hälfte (49 Prozent) hätte einer Umfrage zufolge "kein" oder "eher kein" Problem damit. Zugleich sagten fast 44 Prozent, sie hätten das "eher ja" oder auf "jeden Fall", wie die repräsentative Befragung im Auftrag der "Augsburger Allgemeinen" (Dienstag) ergab. Der Rest zeigte sich unentschieden.

Zuletzt hatte die CSU im schwäbischen Wallerstein (Kreis Donau-Ries) für Wirbel gesorgt: Dort hatte ein möglicher muslimischer CSU-Bürgermeisterkandidat, Sener Sahin, wegen Widerstands an der eigenen Parteibasis aufgegeben.

Inzwischen könnte es andernorts einen muslimischen CSU-Kandidaten für die Kommunalwahl am 15. März geben: Im oberbayerischen Neufahrn (Landkreis Freising) gilt der 37-jährige Ozan Iyibas als möglicher Bürgermeisterkandidat der Christsozialen. An diesem Freitag ist die Nominierungsversammlung.

Nach der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey lehnen Anhänger der AfD ein muslimisches Gemeindeoberhaupt am deutlichsten ab: Fast neun von zehn geben an, ein Problem damit zu haben, wenn ihr Bürgermeister Moslem wäre. Unter CSU-Anhängern sind es knapp 50 Prozent.

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