Traktoren rollen nach Nürnberg: Beeinträchtigung erwartet

Nürnberg (dpa/lby) - Eine Demonstration von Bauern dürfte den Straßenverkehr in Nürnberg am Freitag in großen Teilen lahmlegen. Ab etwa 9.30 Uhr rechnet die Polizei mit verstopften Straßen durch die zu einer Demo im Zentrum hereinfahrenden Traktoren, wie ein Sprecher am Freitag sagte.
| dpa
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Nürnberg (dpa/lby) - Eine Demonstration von Bauern dürfte den Straßenverkehr in Nürnberg am Freitag in großen Teilen lahmlegen. Ab etwa 9.30 Uhr rechnet die Polizei mit verstopften Straßen durch die zu einer Demo im Zentrum hereinfahrenden Traktoren, wie ein Sprecher am Freitag sagte. Grund ist eine "Schleppersternfahrt" von voraussichtlich Tausenden Landwirten aus ganz Bayern, die zu Beginn der Internationalen Grünen Woche in Berlin am Freitag gegen die nach ihrer Ansicht verfehlte Agrar- und Umweltpolitik protestieren wollen.

Bereits seit den frühen Morgenstunden rollen die Traktoren Richtung Nürnberg, wie ein Sprecher der Organisatoren von der Initiative "Land schafft Verbindung" am Freitag sagte. Auf der Bundesstraße 470 bei Würzburg rollten am Morgen bereits Hunderte Landmaschinen in Richtung der Frankenmetropole. Um die zügige Durchfahrt der Traktoren ins Zentrum von Nürnberg zu gewährleisten, würde die Kolonne von der Polizei begleitet, wie ein Sprecher des Präsidiums Mittelfranken am Freitag sagte. Auch wenn keine Straßen gesperrt würden, könne es de facto dazu kommen, dass es außer für Traktoren kein Durchkommen mehr gebe.

Bei der Kundgebung (13.30 Uhr) am Nürnberger Volksfestplatz wird unter anderem Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) zu den Bauern sprechen. Die Organisatoren erwarten bis zu 10 000 Teilnehmer und 5000 Traktoren, wie ein Sprecher auf Anfrage sagte.

Die Landwirte kritisieren unter anderem die geplante Verschärfung der Düngeverordnung und Auswirkungen des Insektenschutzes. Eine pauschale Unterversorgung von Pflanzen führe zu Humusabbau und letztlich höherer CO2-Freisetzung, hieß es in einer Mitteilung der Protestbewegung. Die Landwirtschaft dürfe nicht mehr länger billiger Rohstofflieferant der Lebensmittelindustrie sein. Die Ausrichtung der Produktion auf Weltmarktpreise habe in Europa keine Zukunft.

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