Tommys weiße Weste

Zuhause ungeschlagen und Wolf fragt: „Warum sollen wir immer die Dummen sein?“ Kommentar von Keeper Daniel Klewer. „Wir haben daheim einen Lauf, darum gewinnen wir.“ Bleibt von Heesen auch bei Nürnberg wenn es anders kommt?
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„Wir haben schon so oft dumme Abstiege am letzten Spieltag erlebt, warum sollte es jetzt nicht umgekehrt sein“: Andy Wolf.
firo/Augenklick „Wir haben schon so oft dumme Abstiege am letzten Spieltag erlebt, warum sollte es jetzt nicht umgekehrt sein“: Andy Wolf.

Zuhause ungeschlagen und Wolf fragt: „Warum sollen wir immer die Dummen sein?“ Kommentar von Keeper Daniel Klewer. „Wir haben daheim einen Lauf, darum gewinnen wir.“ Bleibt von Heesen auch bei Nürnberg wenn es anders kommt?

NÜRNBERG „Lasst uns knallhart für unser Ziel arbeiten, vielleicht brauchen wir am Samstagabend die Frage nicht mehr zu stellen, vielleicht ist dann alles Schall und Rauch.“ Nämlich die Frage nach der Zukunft des Club-Trainers Thomas von Heesen. Abgang bei Abstieg trotz Zweitliga-Vertrag bis 2009?

„Diese Frage hat jetzt keinen Platz in meinem Kopf“, bekräftigte Tommy vor dem „Endspiel“ gegen Schalke. Bleibt von Heesens Aussage nach der Berlin-Pleite: „Ich bin für alle Eventualitäten vorbereitet.“

Das lässt Fragen offen. Auch die, wie Präsidium und Aufsichtsrat denken, sollte der Club tatsächlich in die Zweite Liga müssen. Aber zu derartigen Personal-Diskussionen soll es gar nicht erst kommen. Von Heesen und Co setzen auf seine Heimbilanz und den Aufwärtstrend.

Unter der Regie des Nachfolgers von Hans Meyer blieb der Club daheim bis dato ohne Niederlage, holte zwei Siege und fünf Remis. Zuletzt gab es ein 1:0 gegen VfL Wolfsburg („die Art und Weise, wir wir da gespielt haben, war überzeugend“, von Heesen), das letzte Heimspiel war ein glattes 2:0 gegen Duisburg. „Da haben wir den MSV in der ersten Halbzeit regelrecht an die Wand gespielt.“

Die letzte Niederlage fällt unter die Ära Hans Meyer. Am 3. November 2007 verlor der Club 0:1 gegen den VfB Stuttgart. Meyers Heimbilanz: drei Siege, zwei Remis, vier Niederlagen. Thomas von Heesen holte seit dem 12.Februar daheim elf Zähler in sieben Spielen, sein Vorgänger ebenso elf aus neun Partien.

Kommentar von Keeper Daniel Klewer. „Wir haben daheim einen Lauf, darum gewinnen wir.“ Selbstvertrauen oder Zweckoptimismus? Jedenfalls fordert der 31-Jährige gegen Schalke 04 Nervenstärke: „Wir müssen uns dem unglaublichen Druck stellen.“

Kämpferisch geht auch Andy Wolf zu Werke und denkt positiv. „Es geht ums Überleben. Wieso sollen wir immer die Dummen sein? Wir haben doch schon zu oft am letzten Spieltag einen ganz dummen Abstieg erlebt, warum soll es jetzt nicht umgekehrt sein? Es wird Zeit, dass das Glück auf unserer Seite ist.“ Mehr noch. Wolf: „Wir müssen der Stadt, der Region und dem Club die Erste Liga erhalten.“ Ein Erfolg über die Königsblauen wäre allerdings der erste nach elf sieglosen Versuchen.

Sollte es klappen und Bielefeld erwischen ist von Heesen aber nicht bange, nach Bielefeld zurückzukehren. Angst vor möglichen Anfeindungen in der alten Heimat, dort wohnen Bekannte des Trainers und sein Friseur, weist der Club-Trainer von sich: „Ich habe dort zwölf Jahre gute Arbeit abgeliefert.“ Jetzt ist Nürnberg dran.

Matthias Hertlein

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