Tommys Fragezeichen

Der Neue weiß bislang nur: „Gegen den Ball klappt’s schon ganz gut, jetzt üben wir das mit dem Ball.“ Will heißen, verteidigt haben die Cluberer in Lissabon und in Bremen schon ganz ordentlich. Aber kaum aufs gegnerische Tor geschossen – und folgerichtig auch keinen Treffer gelandet (0:1, 0:2).
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"Ich muss erst sehen, welches Personal ich zur Verfügung habe": Club-Trainer Thomas von Hessen zu Beginn der Woche der Wahrheit.
dpa "Ich muss erst sehen, welches Personal ich zur Verfügung habe": Club-Trainer Thomas von Hessen zu Beginn der Woche der Wahrheit.

NÜRNBERG - Der Neue weiß bislang nur: „Gegen den Ball klappt’s schon ganz gut, jetzt üben wir das mit dem Ball.“ Will heißen, verteidigt haben die Cluberer in Lissabon und in Bremen schon ganz ordentlich. Aber kaum aufs gegnerische Tor geschossen – und folgerichtig auch keinen Treffer gelandet (0:1, 0:2).

Ansonsten kann Thomas von Heesen, der Erbe von Club-Trainer Hans Meyer, zur Woche der Wahrheit noch wenig sagen. Er hat eine Gleichung mit vielen Unbekannten, ob sie gegen Lissabon am Donnerstag und vor allem im Abstiegs-Endspiel gegen Cottbus am kommenden Sonntag aufgeht, hängt natürlich auch vom Personal ab. Die Abteilung Attacke war in letzter Zeit ziemlich identisch mit der Abteilung Lazarett. Tommy und seine vier Fragezeichen.

Angelos Charisteas. Den Griechen legte ein blockierter Lendenwirbel lahm. „Es besteht Hoffnung, dass er schon gegen Lissabon wieder mitmachen kann“, sagt von Heesen. Nähere Aufschlüsse sollen die Trainingseinheiten bis dahin bringen. Gestern Nachmittag lief Charisteas verhältnismäßig rund. Einsatzchance 70 Prozent.

Marek Mintal. Das Phantom plagt sich mit einer Innenbanddehnung im Knie herum. „Kritische Geschichte“, so von Heesen. „Ich weiß nicht, ob das bis Sonntag etwas wird mit ihm.“ Gegen Lissabon scheint Mintal kein Thema zu sein. Einsatzchance gegen Cottbus: 50 Prozent.

Gut bandagiert, ist halb gespielt

Zvjezdan Misimovic. Der Regisseur humpelte beim Rückrundenstart in Karlsruhe nach 20 Minuten mit einem Bänderriss im Knöchel in die Kabine. Gestern turnte ein flachsender Misimovic („Geht doch, was wollt ihr denn?“) am Valznerweiher herum. Motto: Gut bandagiert, ist halb gespielt. Von Heesen wollte sich dennoch nicht festlegen. „Training abwarten“. Aber der Laune Misimovics nach rechnet „Zwetschge“ mit seinem baldigen Comeback. Einsatzchance gegen Lissabon: 50 Prozent. Gegen Cottbus: 70 Prozent.

Robert Vittek. Von Meyer befreit ist er ziemlich gut drauf. Rennt, als wäre sein Knorpelschaden im Knie bereits Geschichte. „Vorsicht“, sagt von Heesen. „Solche Verletzungen sind kompliziert. Und mittrainieren heißt nach so langer Pause noch lange nicht, wieder voll der Alte zu sein. Robert fehlen Rhythmus und Praxis.“ Wohl wahr, aber das Ziel des Slowaken war ein Joker-Job gegen Lissabon. Möglich, dass er es erreicht, quasi als Probelauf für das Spiel gegen Cottbus. Einsatzchance: 50 Prozent.

„Knallhart, voll drauf – und versuchen, Tore zu machen“

Für den wegweisenden Keller-Kick hat von Heesen jedenfalls schon die Marschroute ausgegeben: „Knallhart, voll drauf – und versuchen, Tore zu machen.“ Das Rückspiel gegen Benfica dagegen lässt sich schwer einordnen. „Natürlich ein Highlight“, so von Heesen. „Aber Cottbus ist wichtiger.“ Für beide Partien allerdings gilt laut neuem Trainer: „Die Mannschaft braucht die Fans. Und im Gegenzug müssen die Spieler alles geben.“ Dies will von Heesen den Profis in weiteren Einzelgesprächen vermitteln. Und: „Keiner darf anfangen zu zweifeln und nach zwei Fehlpässen den Kopf hängen lassen.“ Was auch für die Club-Fans gilt.

ERG

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