"Tommy redet uns stark"

Der Lendenwirbel ist nicht mehr blockiert, das Lachen wieder da und die Sprache hat er auch wiedergefunden: Der mentale Aufschwung bei Angelos „Harry“ Charisteas ist nach Hans Meyers Entlassung und dem Einstieg von Trainer Thomas von Heesen beim Club sichtbar. Und nicht nur bei ihm.
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Positiv denken - sogar bei der Gymnastik: Angelos Charisteas, Andy Wolf, Glauber, Jacques Abardonado, Javier Pinola und Jan Koller (v.l.).
dpa Positiv denken - sogar bei der Gymnastik: Angelos Charisteas, Andy Wolf, Glauber, Jacques Abardonado, Javier Pinola und Jan Koller (v.l.).

NÜRNBERG - Der Lendenwirbel ist nicht mehr blockiert, das Lachen wieder da und die Sprache hat er auch wiedergefunden: Der mentale Aufschwung bei Angelos „Harry“ Charisteas ist nach Hans Meyers Entlassung und dem Einstieg von Trainer Thomas von Heesen beim Club sichtbar. Und nicht nur bei ihm.

Der Spaß ist zurück beim Training, die Spieler rufen sich plötzlich wieder beim Vornamen, feuern sich gegenseitig an, muntern sich auf. Oder wie es Marco Engelhardt treffend formuliert: „Der neue Trainer redet positiv zu uns, spricht von unseren Qualitäten – und davon, dass wir zusammenhalten sollen.“ Tommy redet seine Profis stark.

Von Hessen packt selbst an

Wo andere Vereine in Krisensituationen Mentaltrainer beschäftigen, packt von Heesen selbst an. „Stark reden, stark machen und siegen“, lautet das Credo des früheren Profis. „Wir müssen unsere mentale Linie wiederfinden.“

Beim obligatorischen „Kreis“, fünf gegen einen, war Charisteas lautstark dabei, freute sich über jede gelungene Aktion. Die Blockade ist weg bei ihm, der Rücken zwickt nicht mehr. „Am Mittwoch entscheidet sich, ob ich spielen kann“, so der Grieche. „Eigentlich hatte ich mit einer Rückkehr erst gegen Cottbus gerechnet, aber der Heilungsprozess ging schneller, als gedacht. Jetzt hoffe ich auf einen Einsatz gegen Benfica.“

Die ersten Elf

Das gelbe Leibchen beim gestrigen Training hatte er schon mal. Dominik Reinhardt, Andy Wolf, Glauber, Javier Pinola, Tomas Galasek und Jaouhar Mnari, Marco Engelhardt, Ivan Saenko, Jan Koller und eben „Harry“ plus Blazek gaben die erste Elf.

Am Donnerstag gegen Lissabon (21.05 Uhr, ZDF), am Sonntag (17 Uhr) gegen Cottbus: Für Charisteas nichts besonderes mehr. „Wir haben die halbe Saison schon wichtige Spiele, gegen Lissabon brauchen wir aber endlich ein Erfolgserlebnis. Was uns fehlt, ist nur ein gutes Resultat.“

Dafür können Harry und Co morgen sorgen. Das Erfolgsrezept? Engelhardt weiß die Lösung für Benfica: „Wir müssen es rund um den Strafraum besser machen als zuletzt und das 1:0 schießen. Dann haben wir schon viel erreicht.“ Zumindest die Verlängerung.

Ein Sieg gegen Benfica würde auch Energien gegen Cottbus frei setzen. „Engel“ ist ohnehin vom Klassenverbleib überzeugt. „Wir glauben an uns, holen noch genügend Punkte und sind selbstbewusst genug, um aus dem Tabellenkeller zu kommen.“ Was am Sonntag zu beweisen wäre.

Matthias Hertlein

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