Brand im Supermarkt gelegt: Neun Jahre Haft für Betreiber

Ein Supermarktbesitzer soll im eigenen Laden Feuer gelegt haben. Er bekam dafür eine lange Haftstrafe. Dagegen wehrte er sich. Wie das Gericht nun entschieden hat.
dpa |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ als Quelle bevorzugen
Der Ladenbesitzer stand zum zweiten Mal vor Gericht. (Archivbild)
Der Ladenbesitzer stand zum zweiten Mal vor Gericht. (Archivbild) © Peter Kneffel/dpa
München

Ein Supermarktbesitzer, der schon wegen Brandstiftung in seinen Laden und versuchten Mordes verurteilt gewesen ist, hat in einem neuen Prozess am Landgericht München II eine Gesamtstrafe von neun Jahren bekommen. Das teilte ein Gerichtssprecher mit. Damit kommt der Ladenbesitzer nach einer erfolgreichen Teilrevision etwas besser davon als zuvor. 

Das Landgericht München II hatte den Ladenbetreiber zunächst zu insgesamt neuneinhalb Jahren Haft verurteilt. Dagegen legte der heute 38-Jährige Revision beim Bundesgerichtshof (BGH) ein und bekam in einem Punkt Recht: Das Landgericht habe bei der Frage des Versicherungsbetrugs rechtliche Fehler gemacht. 

Deshalb musste eine andere Strafkammer des Landgerichts über den Teilvorwurf neu verhandeln; es ging um die Frage, ob der Mann schon beim Legen des Brandes einen Versicherungsbetrug plante oder nicht. Die Einzelstrafe von acht Jahren und zehn Monaten war nach früheren Angaben des BGH bereits rechtskräftig. 

Vier Menschen durch Brandstiftung in Gefahr gebracht

In seinem Urteil war das Gericht schon im ersten Verfahren zu dem Schluss gekommen, dass sich der hoch verschuldete Besitzer und sein Mitarbeiter dazu verabredet hatten, den seit geraumer Zeit verlustbringenden Supermarkt durch einen Brand zu zerstören. So hätte sich der Betreiber gesichtswahrend von dem überschuldeten Geschäft lösen und bei Gläubigern den Anschein erwecken können, der Brand sei die Ursache für die Insolvenz. Die Staatsanwaltschaft ging zudem davon aus, dass sich der Mann durch Versicherungsleistungen einen finanziellen Neuanfang erhoffte.

Der Brand in dem Geschäft im Landkreis Ebersberg hatte im Januar 2022 einen Schaden von rund zwei Millionen Euro an dem Gebäude verursacht. Vier Menschen, die sich in Wohnungen über dem Geschäft aufhielten, konnten sich unverletzt ins Freie retten. Der Mitarbeiter, der die Tat für seinen Chef ausgeführt hatte, erhielt eine Gefängnisstrafe von neun Jahren. Diese Strafe ist rechtskräftig.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen
lädt ... nicht eingeloggt
 
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.