Lawinengefahr in Bayern: Welche Folgen Sturmtief Elli für Wintersportler hat

Wintersturm "Elli" hat Bayern zwar nicht so arg gepiesackt wie andere Regionen Deutschlands. Doch windig und schneereich soll's auch im Freistaat werden. Auch für Wintersportler hat das Folgen.
AZ/dpa |
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Die Lawinengefahr in Bayern ist angestiegen. (Symbolbild)
Die Lawinengefahr in Bayern ist angestiegen. (Symbolbild) © Jakob Gruber/APA/dpa

München - In Bayern bläst es heute kräftig, und auch Schnee wird in vielen Regionen des Freistaats erwartet. Bis Sonntagvormittag sollen verbreitet bis zu 5 Zentimeter zusammenkommen, an den Mittelgebirgen und Alpen sind bis zu 10 Zentimeter drin, lokal können es auch 15 Zentimeter sein. Besonders viel Schnee wird dem Deutschen Wetterdienst zufolge mit 15 bis 30 Zentimetern im Oberallgäu erwartet. In manchen Staulagen dürfte dort gar bis zu einem halben Meter Neuschnee fallen.

Es bleibt glatt und windig

Verbreitet kommt es im Freistaat auch zu Glätte durch Schnee oder überfrierende Nässe. In der Nacht zum Sonntag zieht der Schneefall laut DWD nach Süden ab, gebietsweise bleibt es glatt.

Weiterhin wird es der Prognose zufolge sehr windig. Am Samstag werden tagsüber im Alpenvorland starke bis stürmische Böen aus West erwartet. Auf den Gipfeln der Mittelgebirge können sie um die 70 Stundenkilometer erreichen. In den Alpen werden Sturmböen um 80, auf hohen Gipfeln in den westlichen Alpen zum Teil schwere Sturmböen um 100, an exponierten Orten gar orkanartige Böen um 110 Kilometer pro Stunde vorhergesagt. Dadurch können im Bergland lokal Schneeverwehungen entstehen, am Alpenrand und im höheren Bayerwald auch abseits davon. Vereinzelt sind nach Angaben des Wetterdienstes zudem kurze Gewitter nicht ausgeschlossen.

Lawinengefahr in den bayerischen Bergen steigt an

Mit stürmischem Westwind und Schneefall ist die Lawinengefahr in den bayerischen Bergen angestiegen. Oberhalb der Waldgrenze ist die Gefahr nun erheblich, unterhalb mäßig. "Das Problem ist in allen Höhenlagen der Triebschnee", urteilt der Lawinenwarndienst Bayern. "Schneebrettlawinen können in eingewehten Bereichen, besonders an Steilhängen der Expositionen Nordwest über Ost bis Süd und in Rinnen und Mulden mit geringer Zusatzbelastung leicht ausgelöst werden." 

Prognose auch für kommende Tage kritisch

Gefahrenstellen befänden sich auch im Übergangsbereich zwischen Wald und freier Fläche, in Waldschneisen und Lichtungen. "Lawinen können vereinzelt auch groß werden", hieß es. Durch den stürmischen Wind wachsen die Triebschneeansammlungen demnach weiter an. Sie seien sehr störanfällig. Auch in den nächsten Tagen bleibt die Lawinenlage der Prognose zufolge vorerst kritisch. 

Der in der Saison täglich veröffentlichte Lawinenlagebericht dient nicht nur Bewohnern alpiner Gebiete, sondern vor allem auch Wintersportlern wie Skitourengehern zur Einschätzung der weißen Gefahr. Er hat fünf Stufen, die von gering über mäßig und erheblich bis zu groß und sehr groß reichen. Bei Stufe drei ist für Touren abseits gesicherter Pisten auf jeden Fall lawinenkundliches Beurteilungsvermögen erforderlich. Diese Stufe gilt etwa in 30 Prozent des Winters, doch fallen rund die Hälfte aller tödlichen Lawinenunfälle in diese Zeit.

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  • Ralfson vor 3 Stunden / Bewertung:

    Wenigstens berichtet ihr nicht diesen Horrorbullshit der anderen Yellowpress. Dieses bisschen Schnee jagd hier niemanden Furcht ein.

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