SPD will Sitzenbleiben abschaffen

In den Pisa-Tests schneiden Deutschlands Schüler schlecht ab und in Bayern verlassen jährlich Tausende Jugendliche die Schulen ohne Abschluss. Zeit für einen Kurswechsel, argumentiert die Bayern-SPD.
von  dpa
Die SPD-Landesvorsitzende Ronja Endres fordert einen Kurswechsel in der Schulpolitik. (Archivbild)
Die SPD-Landesvorsitzende Ronja Endres fordert einen Kurswechsel in der Schulpolitik. (Archivbild) © Armin Weigel/dpa

Die Bayern-SPD fordert die Abschaffung des Sitzenbleibens in den Schulen. Schülerinnen und Schüler sollen nicht mehr ein ganzes Jahr wiederholen müssen, sondern stattdessen in ihren Problemfächern Hilfe erhalten. Die Landesvorsitzende Ronja Endres forderte die Staatsregierung bei einem kleinen Parteitag der Sozialdemokraten in Regensburg auf, mehr Geld für die Schulen bereitzustellen. "Jeder Mensch muss seine Fähigkeiten entfalten können, unabhängig von Elternhaus, Einkommen oder Wohnort." 

So verlangte die SPD mit Blick auf schlechte Ergebnisse bei den internationalen Pisa-Vergleichstests und gestiegene Zahlen von Schulabbrechern einen grundlegenden Wechsel in der Bildungspolitik. So soll insbesondere der Ganztagsunterricht verändert werden, mit mehr Zeit für die individuelle Betreuung der Kinder und Jugendlichen. "Ob ein Kind den Stoff versteht, darf nicht davon abhängen, ob seine Eltern nachmittags Aufgaben erklären oder Nachhilfe bezahlen können", sagte Co-Landeschef Sebastian Roloff.

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