SPD nimmt CSU nach 48 Jahren den Ingolstädter OB-Posten ab

Ingolstadt (dpa/lby) - Bei der Stichwahl in Ingolstadt hat die SPD der CSU den Oberbürgermeister-Posten abgenommen. SPD-Herausforderer Christian Scharpf kam am Sonntag auf 59,3 Prozent der Stimmen und gewann damit gegen den Amtsinhaber klar.
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Das neue Rathaus in Ingolstadt. Foto: picture alliance/dpa/Archivbild
dpa Das neue Rathaus in Ingolstadt. Foto: picture alliance/dpa/Archivbild

Ingolstadt (dpa/lby) - Bei der Stichwahl in Ingolstadt hat die SPD der CSU den Oberbürgermeister-Posten abgenommen. SPD-Herausforderer Christian Scharpf kam am Sonntag auf 59,3 Prozent der Stimmen und gewann damit gegen den Amtsinhaber klar. OB Christian Lösel (CSU) musste sich mit 40,7 Prozent geschlagen geben. Die Wahlbeteiligung lag nach Angaben der Stadt bei 57,6 Prozent.

Die SPD konnte damit nach fast einem halben Jahrhundert wieder den Chefsessel im Rathaus erobern. Der letzte SPD-Mann auf dem Oberbürgermeisterposten war Otto Stinglwagner, der 1972 aus dem Amt schied.

Der Wahlkampf war überschattet von einem Korruptionsskandal um den früheren CSU-Oberbürgermeister Alfred Lehmann. Dieser war vor wenigen Monaten zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Lehmann hatte Immobilien zu Vorzugspreisen erhalten. Im Wahlkampf gab es dann neue Vorwürfe gegen den früheren OB.

Lösel war einst Referent bei Lehmann. Vor sechs Jahren hatte er direkt im ersten Wahlgang gewonnen und den Posten von Lehmann übernommen, in diesem Jahr musste er nun in die Stichwahl.

Sein Herausforderer Scharpf ist bislang Stadtdirektor in der Landeshauptstadt München. Der 48 Jahre alte Rechtsanwalt hatte in den vergangenen Jahren als leitender Beamter unter den sozialdemokratischen Münchner Oberbürgermeistern Christian Ude und Dieter Reiter gearbeitet.

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