SPD fordert Missbrauchsbeauftragten für Bayern

München (dpa/lby) - Die SPD verlangt einen Missbrauchsbeauftragten für Bayern. Dieser solle beim Landtag angesiedelt werden und Ansprechpartner für betroffene Kinder und Jugendliche sein, sagte die Vorsitzende des Sozialausschusses des Parlaments, Doris Rauscher (SPD), am Donnerstag nach einer Expertenanhörung des Ausschusses.
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Doris Rauscher (SPD) spricht bei einer Landtagssitzung. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Archivbild
dpa Doris Rauscher (SPD) spricht bei einer Landtagssitzung. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Archivbild

München (dpa/lby) - Die SPD verlangt einen Missbrauchsbeauftragten für Bayern. Dieser solle beim Landtag angesiedelt werden und Ansprechpartner für betroffene Kinder und Jugendliche sein, sagte die Vorsitzende des Sozialausschusses des Parlaments, Doris Rauscher (SPD), am Donnerstag nach einer Expertenanhörung des Ausschusses. Der Beauftragte für Fragen des Kindesmissbrauchs soll nach ihrer Ansicht auch für eine bessere Vernetzung zwischen Eltern, Lehrern, Ärzten und Behörden sorgen.

Bereits Ende vergangenen Jahres hatte der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, die bayerische Staatsregierung zu mehr Engagement im Kampf gegen sexuellen Missbrauch aufgerufen. Auch er verlangte einen eigenen Landesbeauftragten für das Thema.

Zur Ausweitung des Kinderschutzes im Freistaat forderte Rauscher außerdem ein besseres Weiterbildungsangebot für Pädagogen, Ärzte und Sporttrainer. "Wir wollen diejenigen, die mit Kindern arbeiten, besser für das Erkennen von Hinweisen auf Missbrauch oder Misshandlung sensibilisieren."

In Bayern gab es nach den Zahlen des Bundeskriminalamtes im vergangenen Jahr rund 1700 Fälle von Kindesmissbrauch, ähnliche viele Fälle gab es im Jahr 2018.

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